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Südheide Eine Ilse-Hornbostel-Kaserne? Faßberger winken ab
Celler Land Südheide Eine Ilse-Hornbostel-Kaserne? Faßberger winken ab
16:28 24.08.2018
Von Christopher Menge
Karikatur zur Soldatin Ilse Hornbostel aus Oldendorf, die gegen Napoleon kämpfte. 21.8.18 Quelle: Ulrich Frassl
Oldendorf

Nachdem der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Peter Tauber (CDU), vorgeschlagen hat, eine Bundeswehrkaserne nach der Soldatin Friederike Krüger (1789 bis 1848) zu benennen, hat sich CZ-Leser Heinrich Bammann gemeldet. „Wenn dieser Vorschlag Früchte trägt, könnte bei uns in Niedersachsen Ilse Hornbostel aus Oldendorf zu Ehren kommen“, sagt der Hermannsburger. Hornbostel kämpfte einst gegen Napoleon, nachdem die Franzosen ihren Eltern alles geraubt hatten und sie misshandelt haben sollen.

„Nach dem Kriege zog sie mit dem siegreichen Bataillon in Bremen ein; am 21. Januar 1816 erhielt sie ihren Abschied“, so Bammann, der fast 25 Jahre im Missionarsdienst tätig war. „Die hanseatische Medaille wurde ihr ausgehändigt und der Magistrat verlieh ihr außerdem für ihre Tapferkeit das Bürgerrecht der Stadt. Stolz waren die Oldendorfer auf ihre heimkehrende Heldin.“

Um Ilse Hornbostel, die nach Bammanns Angaben am 11. Dezember 1792 auf dem Wittenhof in Oldendorf geboren wurde, zu ehren, könnte der Faßberger Fliegerhorst nach der Soldatin benannt werden – die Kasernen in Wietzenbruch und Bergen-Hohne haben schon einen Namen. Oberstabsfeldwebel Paul Hicks winkt aber ab. „Ilse Hornbostel wird ein glühender Franzosenhass nachgesagt, daher nehmen wir davon lieber Abstand“, so Hicks. „Wir wollen die deutsch-französische Freundschaft nach vorne bringen.“

Grundsätzlich sei es aber möglich, dass die Faßberger Kaserne einen Namen bekommt. „Da sollte es dann einen Bezug zum Fliegerhorst geben“, sagt Hicks. „Klassisch wäre jemand aus der Luftbrückenzeit.“ (me)

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