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Südheide Endgültiges Aus für Heidelandgames in Hermannsburg
Celler Land Südheide Endgültiges Aus für Heidelandgames in Hermannsburg
17:45 27.07.2018
Von Christopher Menge
Das finanzielle Risiko ist den Organisatoren zu groß - die Heidelandgames wird es nicht mehr geben. Quelle: Oliver Knoblich
Hermannsburg

"Das ist sehr schade für den Tourismus", kommentiere der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Südheide Rainer Vogeler. "Die Veranstaltung hatte Strahlkraft für Hermannsburg und die Region." Letztendlich müssten aber die Veranstalter entscheiden – und die haben das Aus für die Spiele beschossen.

De Klark nennt dafür zwei Gründe. "Zum einen hat die Finanzierung nicht geklappt", sagt der Vorsitzende. Die Organisatoren hatten sich zum Ziel gesetzt, 7500 Euro über ein Crowdfunding-Projekt und die gleiche Summe nochmal über Sponsoring einzusammeln. "Da die drei Vorständler privat haften müssen, wollten wir im Vorfeld mindestens 15.000 Euro zusammen haben", sagt de Klark. Es gab aber nur eine Zusage eines Sponsors über 4000 Euro, beim Crowdfunding kamen nur 7059 Euro zusammen.

Bei der "Schwarmfinanzierung" ist den Organisatoren aber noch etwas anderes aufgefallen. "Der Sinn dahinter ist es, dass viele wenig geben müssen", sagt de Klark, "bei uns haben aber wenige viel Geld gegeben – einige haben sogar mehrfach gespendet." Das Interesse sei in der Masse also nicht mehr so groß. "Das haben wir zuletzt auch schon bei den Besuchern des Festivals gemerkt", sagt der Organisator. "Wir hatten viele überregionale Gäste, aber wenige aus Hermannsburg."

Ohne eine sichere Finanzierung und ohne das Interesse der breiten Masse in Hermannsburg wollten die Veranstalter das Risiko nicht mehr eingehen. Auf das finanziell risikobehaftete Festival zu verzichten und nur den sportlichen Teil zu organisieren, kam ebenfalls nicht in Frage. "Das gehört untrennbar zusammen", so de Klark. Vom Konzept der Veranstaltung ist der Verein nach wie vor überzeugt. "Es wäre das richtige für einen professionellen Veranstalter, der ganz andere Vermarktungskanäle hat", so de Klark. "Uns Ehrenamtlichen fehlt das Netzwerk." Wie bei anderen Festivals müssten die Kosten über den Vorverkauf abgedeckt werden. "Anders kann bei einem komplett verregneten Wochenende ein Minus von 20.000 bis 30.000 Euro hängen bleiben", sagt de Klark.

Der Verein Schottentag, der bisher die Organisation der Heidelandgames im Fokus hatte, wird sich nun neu aufstellen und sich mehr dem eigentlichen Vereinsleben widmen. "Wir könnten mal nach Schottland oder zu anderen Highland Games fahren", sagt der Vorsitzende. Zudem werde eine Patenschaft Hermannsburg mit einer kleinen schottischen Stadt angestrebt. Dann würde der schottische Geist zumindest nicht ganz aus Hermannsburg verschwinden.

Angeregt von der Aktion "Celle blüht auf" – die Aktion der Celleschen Zeitung gegen das Artensterben und für mehr Vielfalt in der Natur – gestaltet die kreative Holzwerkstatt unter der Leitung von Silke Petersen im Familienwerk Hermannsburg seit Kurzem dekorative Bienen aus Holz. 

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