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Südheide Familienband „Epiphany 3“ begeistert Publikum auf Misselhorner Hof
Celler Land Südheide Familienband „Epiphany 3“ begeistert Publikum auf Misselhorner Hof
19:40 07.03.2018
Quelle: Doris Hennies
Hermannsburg

Schon im erste Lied „Poet & Revolution“ bewies die Ausnahmesängerin mit der „Vier-Oktaven-Stimme“ wie eindringlich und mitreißend diese Mischung von American Folk, Jazz und fremdländischen Klängen wirkt. „Bet Williams singt und haucht, jauchzt, wispert und ruft“, heißt es in der Ankündigung und tatsächlich nutzt sie ihre Stimmen nicht nur für gesungene Worte, sondern würzt gleichsam die Melodien mit exotisch, ja archaisch empfundenen Lautmalereien – dem Hauch ferner Länder und Kulturen.

Großen Einfluss diesbezüglich hatte sicher Williams Partner, der armenisch-amerikanischen Komponist und Pianist John Hodian. Der Preisträger des New York Emmy Awards legt in seine Melodien und verschachtelten Rhythmen seine armenische Seele und verknüpft sie mit seiner großen Leidenschaft für Improvisationen. Das war besonders bei den Stücken zu merken, die Auszüge aus John Hodians Werk „Songs of Exile“ entstammen, ursprünglich für sein Naghash Ensemble komponiert – vertonte Gedichte des mittelalterlichen armenischen Priesters und Dichters Mkrtich Naghash.

Mit Begeisterung quittierte das Publikum auch die Leistung von Jack Hodian an den Drums und den Percussions – er spielt mit lässiger Bravour. „Hat er Ferien, dann sind sie auf Tour“, erklärte Bet Williams. „Überhaupt sind wir viel unterwegs und haben schon an vielen Stellen der Erde gespielt und gelebt. Dadurch entstehen auch immer wieder neue Begegnungen mit Musik und Musikern, die unsere Arbeit befruchten.“ Aus der Reisefreude entstand sogar ein Titel mit Witz: „We geographie“ – poppiger Jazz. Dagegen visualisiert klangvoll „Take me to Jerusalem“ fremdländischen Hüftschwung und Schreittanz. Ob erotisch bei „Desire“ oder mit Latin-Groove, Bet Williams und ihre Familienband bewiesen Vielfältigkeit und stets ihre besondere Authentizität.

Von Doris Hennies

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