Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Feuerwehren in Hermannsburg unter einem Dach?
Celler Land Südheide Feuerwehren in Hermannsburg unter einem Dach?
18:41 24.01.2017
Von Christopher Menge
An der Kita Pusteblume wird zur Zeit eine Krippe angebaut. Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Südheide, plant außerdem den Bau einer weiteren Kita mit Krippe an einem neuen Standort. Quelle: Alex Sorokin
Hermannsburg

"Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört" – dieser Satz von Willy Brandt ist legendär. Auch wenn man heute weiß, dass der ehemalige Bundeskanzler diese Worte am 10. November 1989 gar nicht gesagt hat, stehen sie für die Wiedervereinigung der Bundesrepublik und der DDR. Die Fusion von Hermannsburg und Unterlüß zur Gemeinde Südheide ist historisch zwar nicht ganz so hoch anzusehen, doch im Celler Nordkreis spricht man schon nach zwei Jahren von einer Erfolgsgeschichte. "Unterlüß kommt nicht zu kurz", betont Südheide-Bürgermeister Axel Flader mit Blick auf die früheren Befürchtungen. In der jüngsten Ratssitzung hatte schon der Unterlüßer Ortsbürgermeister Kurt Wilks die Fusion als Erfolgsmodell bezeichnet.

So überrascht es nicht, dass auch in diesem Jahr ein besonderer Fokus auf die Entwicklung von Unterlüß gelegt wird. Der interessanteste Plan der Verwaltung der neuen Gemeinde betrifft allerdings die Feuerwehren Baven und Hermannsburg. "Es gibt Überlegungen, beide Feuerwehren an einem gemeinsamen Standort in Hermannsburg anzusiedeln", verrät Flader. "So könnte man beide Wehren langfristig erhalten."

Hintergrund ist, dass sowohl das Feuerwehrgerätehaus Hermannsburg als auch das Dorfgemeinschaftshaus Baven, an das das Gerätehaus der Feuerwehr grenzt, sanierungsbedürftig sind. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, wie das Dorfgemeinschaftshaus Baven wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Für die Feuerwehren gilt: entweder komplett sanieren oder an einem gemeinsamen Standort neu bauen. Wo dieser sein könnte, will Flader allerdings noch nicht verraten.

Konkreter sind da schon die Pläne für Unterlüß, wo die Sanierung des Bades vorangetrieben werden soll. Im vergangenen Jahr war ein Blockheizkraftwerk eingebaut worden. Jetzt stehen die Erneuerung des Sanitärbereichs sowie der Klima- und Heizungstechnik auf der Agenda. "Wir haben zugesagt, dass wir das Allwetterbad erhalten – das erwarten die Menschen in Unterlüß", sagt Flader. Zum anderen soll das neue Bürgerhaus auf dem Gelände des ehemaligen Netto-Supermarktes in diesem Jahr fertig werden.

Die nächsten Schritte der Städtebauentwicklung in Unterlüß sind dann der Bereich von der Hermannsburger bis zur Müdener Straße und dann der Bereich um den Bahnhof. Hier sieht Flader eine der größten Herausforderungen. "Wir werden mit der Van-der-Horst-Gruppe die Gespräche suchen, um den Leerstand zu verringern", sagt Flader. In Lutterloh soll außerdem der Treppenspeicher in Stand gesetzt werden.

In Hermannsburg, wo die Gestaltung des Kernorts abgeschlossen ist, muss man sich unterdessen um die Krippen und Kitas Gedanken machen. "Der Bedarf hat sich deutlich verändert", sagt Flader, "insbesondere die Nachfrage für die unter Dreijährigen steigt." So soll in diesem Jahr nicht nur die Planung der Sanierung der Kita Kieselsteine vorangetrieben werden, sondern auch der Neubau einer weiteren Kita mit Krippe in Angriff genommen werden. Derzeit wird nach einem geeigneten Standort gesucht. An der Kita Pusteblume wird zudem schon eine Krippe angebaut.