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Südheide Feuerwehrhaus: Wird es jetzt noch teurer?
Celler Land Südheide Feuerwehrhaus: Wird es jetzt noch teurer?
17:54 20.12.2011
Unterlüß

UNTERLÜSS. Für 130.000 Euro sollte das Feuerwehrgerätehaus in Unterlüß ausgebaut werden. Am Ende standen 495.000 auf der Plan-Rechnung. Jetzt erwägt die Rats-Gruppe aus FÜR und SPD einen Neubau. Dessen Wirtschaftlichkeit wird nun gegen den Ausbau abgewogen. Die Kosten des Neubaus schätzt die Verwaltung auf mindestens eine Million Euro.

„Verantwortungsvoll Handeln heißt auch, Alternativen zu prüfen“, begründete Hans-Karl Haak (SPD) den Vorstoß. Bürger kritisierten, allein durch die Prüfung der Rentabilität würden bis zu 50.000 Euro „in den Sand gesetzt“. Udo Meineke (FÜR) machte geltend, dass das Feuerwehrgerätehaus mehr als vierzig Jahre alt ist; Karl-Heinz Hufenbach (SPD) fasste zusammen: "Egal was wir jetzt machen, es bleibt ein altes Gebäude. Da besteht Unfallgefahr."

Abgewogen werden soll in der Wirtschaftlichkeitsprüfung die Nachnutzung des Gebäudes gegen einen Abriss, außerdem der Umfang des Neubaus. Denn, so Bürgermeister Kurt Wilks: „Bei einem Neubau müssen wir prüfen, was zwingend notwendig ist.“ Dies stelle zum Beispiel die Anzahl der Fahrzeuge in Frage, gab Heinfried Meyer (CDU) zu bedenken.

„Das Haus ist in einem vernünftigen Zustand“, sagte Eberhard Staiger (CDU), und: „Wir können uns noch nicht einmal die Wirtschaftlichkeitsprüfung leisten.“ Die CDU-Fraktion lehnte deshalb den Haushaltsplan ab. Er enthielt die 50.000 Euro für die Prüfung, nicht jedoch die 495.000 Euro für einen Ausbau - und auch keine Million für einen Neubau. Diese Gelder würden über einen Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

Die Kosten fallen höher aus als ursprünglich angedacht, weil das Gebäude zu mehr als 25 Prozent verändert wird. Als Folge muss zum Beispiel die Ablüftung neuen rechtlichen Vorgaben angepasst werden. Bislang: "eine Bastellösung", sagte Haak, "von der Unfallkasse abgenommen", sagte Staiger.

Die Sorge eines Bürgers, dass der Bau sich nun um ein Jahr verzögern könnte, entkräftete Haak jedoch: „Die Planung dauert kein Jahr. Niemand arbeitet ein Jahr für dreißig- bis fünfzigtausend Euro.“

Von Isabell Prophet