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Südheide Forstamt Miele: Schnäppchen mitten in der Natur
Celler Land Südheide Forstamt Miele: Schnäppchen mitten in der Natur
12:14 21.12.2016
Miele Forstamt

Es ist das ehemalige Forsthaus Miele der Klosterkammer Hannover. Die Klosterkammer hatte das Haus im Jahr 1840 im Tausch vom damaligen Besitzer, der Familie Mielmann, erworben. Jahrzehntelang diente das Vierständerhaus samt großen Nebengebäuden als Forsthaus. Im Jahr 2000 wurde das Haus samt Grundstück dann verkauft. Der neue Besitzer steckte viel Geld in das Gebäude, die aufwändige Sanierung soll deutlich mehr als eine Million Euro gekostet haben, und stellte den heutigen Zustand her. Doch dann gab es irgendwie finanzielle Schwierigkeiten, eine Bank betrieb die Zwangsversteigerung. Und im Juli 2013 wurde die Klosterkammer Hannover erneut Eigentümer von Haus und Grundstück. 445.000 Euro legte die Landesbehörde und Stiftungsorgan im Dienstbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur auf den Tisch. Als Grund für den erneuten Erwerb gab Klosterkammer-Sprecherin Kristina Weidelhofer damals an, dass die Flächen ringsum der Klosterfort gehörten.

Das Haus sollte vermietet werden, entweder an eine Privatvperson oder an eine karitative Einrichtung. Doch die zweite Möglichkeit schied rasch wieder aus. Der Landkreis Celle habe deutlich gemacht, dass eine gewerbliche Nutzung für das Haus im Außenbereich nicht in Frage kommen. Möglich sei nur eine Wohnnutzung oder eben die forstliche Nutzung, sagt Weidelhofer heute.

Ein Mieter fand sich nicht, deshalb steht das Haus bereits seit längerer Zeit wieder zum Verkauf. „Wir wollen es veräußern. Wir haben keine Planung, es für eigene Zwecke zu verwenden“, sagt Friederike Bock, zuständige Dezernentin bei der Klosterkammer. Der reine Sachwert liege sicherlich über dem Verkehrswert, sagt sie. Die Außenbereichslage sei schwierig, das sei bei der Preisgestaltung berücksichtigt worden.

830.000 Euro soll das Haus jetzt kosten. Dazu kommt ein jährlicher Erbpachtzins von 4387,76 Euro, der an die Klosterkammer zu zahlen ist. „Der Hof ist umgeben von Wald, Wiesen und Feldern. Einzelne Höfe bilden in gebührender Entfernung die Nachbarschaft“, heißt es in der Beschreibung des Maklers Engel & Völkers. „Die einsame Lage muss man aushalten und wollen“, sagt Bock. Und um das „Einfamilienhaus“ mit Leben zu füllen, brauche es schon ein paar Freunde. „Es gibt immer wieder mal Interessenten“, sagt Bock.

Von Joachim Gries