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Südheide Fusion von Hermannsburg und Unterlüß: Südheide wartet auf das Land
Celler Land Südheide Fusion von Hermannsburg und Unterlüß: Südheide wartet auf das Land
17:39 25.02.2014
Logo zur Fusionsberichterstattung Quelle: Ulrich Frassl
Hermannsburg

Eine einigermaßen zeitnahe Weiterverarbeitung wäre wünschenswert, denn am 2. November soll in Hermannsburg und Unterlüß gewählt werden. Derzeit gehen die Verantwortlichen in Hannover davon aus, dass das Gesetz im Mai ins Parlament kommt und der Wahltermin deshalb auch eingehalten werden kann. Bis dahin aber müssen die Parteien die Füße still halten, denn eine Nominierung könnte vor der Verabschiedung im Landtag ungültig sein und müsste wiederholt werden.

Die Vorbereitungen zur Fusion von Unterlüß und Hermannsburg schreiten unterdessen weiter voran. Der Gemeinderat Hermannsburg erhöhte in der jüngsten Sitzung die Gewerbesteuer auf 390 Punkte und erfüllte damit erwartungsgemäß die Bedingungen, die mit dem Land im Zukunftsvertrag vorgesehen sind.

Wie Kämmerer Rainer Kirchhoff auf Nachfrage erläuterte, muss die Entscheidung zur Steuererhöhung nicht der neuen Gemeinde Südheide überlassen werden: „Die Gemeinde Hermannsburg ist Rechtsvorgänger der neuen Gemeinde”. Zudem wäre es für die Computerprogramme schwierig, wenn die beiden Gemeinden unterschiedliche Steuersätze hätten. Unterlüß hatte bereits zum Beginn des Jahres die Steuern auf 390 Punkte in allen drei Steuerarten erhöht.

Wie Hermannsburgs Bürgermeister Flader in der Sitzung berichtete, wurden inzwischen weitere Schritte in Richtung Fusion unternommen. So ist die Kasse der Gemeinde Unterlüß inzwischen im Hermannsburger Rathaus angesiedelt. In die umgekehrte Richtung wanderten die Zuständigkeiten für Sozialhilfesachen in das Rathaus in Unterlüß, weil künftig dieser Fachbereich der neuen Gemeinde dort angesiedelt ist.

Derzeit laufen auch die Vorbereitungen, die Jugendarbeit gemeinsam zu koordinieren. Grund ist, dass die bisherige Hermannsburger Jugendpflegerin Birgit Lipownik ihren Job aufgibt, weil sie sich beruflich neu orientieren will. Zudem wird das Jugendzentrum derzeit unter der Woche nicht so stark angenommen, weil viele Schüler in der Ganztagsschule sind.

Es werden auch Vorkehrungen für die Wahlen getroffen. Dabei werden erstmals die Ortsräte Hermannsburg, Unterlüß und Lutterloh zu bestimmen sein. Dafür können sich jetzt Kandidaten aufstellen lassen. „Die Ortsräte Hermannsburg und Unterlüß werden sieben statt fünf Mitglieder haben, ansonsten bekommen sie aber keine besonderen Rechte”, sagt Flader.

Tore Harmening

Von Tore Harmening