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Südheide Haushalt Unterlüß: Defizit bei 400000 Euro
Celler Land Südheide Haushalt Unterlüß: Defizit bei 400000 Euro
17:41 07.02.2012
Unterlüß

UNTERLÜSS. Das Defizit im Haushalt Unterlüß senkt sich ein wenig ab, aber von Entspannung kann derzeit noch nicht die Rede sein. So sehen Politik und Verwaltung die aktuellen Planungen für das kommende Haushaltsjahr 2011.

Mehr Steuereinnahmen: „Durch verbesserte Einnahmen bei der Gewerbesteuer und der Einkommensteuer können wir die Situation etwas verbessern und es gibt Anzeichen, dass sich diese Entwicklung noch ein wenig fortsetzt“, sagte Kämmerer Rainer Vogeler bei der Vorstellung der Zahlen. Insgesamt bleibe die Situation aber angespannt und Unterlüß werde sich auch in Zukunft keine großen Sprünge leisten können.

Investitionen: In diesem Jahr allerdings hat die Gemeinde noch zwei Großprojekte auf dem Zettel, die zu einem deutlichen Anstieg der Schulden führen. So wird gerade die neue Schulsporthalle errichtet und die Gemeinde muss das Feuerwehrgerätehaus umbauen. Die Sporthalle wird in einem Private-Public-Partnership-Projekt finanziert. Das bedeutet, ein privater Investor streckt vor und die Gemeinde zahlt die Halle über 20 Jahre ab. Die Kosten für die gesamte Halle liegen bei 2,86 Millionen Euro. Das Feuerwehrgerätehaus wird ebenfalls nicht billig. Nach anfänglich geschätzten 140000 Euro liegen die Kosten jetzt wohl doch eher in Richtung 200000 Euro. Die Feuerwehrunfallkasse schreibt diese Anpassungen vor.

Die SPD ist mit den Planungen einigermaßen zufrieden. „Angesichts der großen Projekte finde ich das Defizit noch annehmbar“, sagt der Fraktionsvorsitzende Hans Karl Haak. Er hofft, dass sich die gute Entwicklung bei der Firma Rheinmetall demnächst auch verstärkt bei den Steuereinnahmen in der Gemeinde bemerkbar macht. Ähnliches wünscht sich der parteilose Ratsherr Lutz Zschiesche. „Die Lage ist nach wie vor nicht rosig“, fasst er die Situation für sich zusammen. Die Ausgaben seien aber nicht zu umgehen, denn die Sporthalle sei einheitlich von allen gewollt worden.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinrich Meyer war angesichts des Defizits nicht zufrieden. Er bemängelte, dass „viele Dinge wie Kindertagesbetreuung auf höheren politischen Ebenen beschlossen werden, aber die Gemeinde sie bezahlen müssen. Das ärgert einen schon angesichts eines solchen Defizits.“

Von Tore Harmening