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Südheide Heidschnuckenweg: Aktionstag bewegt Besucher
Celler Land Südheide Heidschnuckenweg: Aktionstag bewegt Besucher
19:02 17.09.2017
Die neunte Etappe des insgesamt 223 Kilometer langen Heidschnuckenwegs führt Wanderer am Heidesee in Müden entlang. Am Aktionstag probierte Seline Koch zusammen mit Experte Klaus Oelkers sogenannte "BungyPumps" aus. Quelle: Michael Schäfer
Misselhorn

„Natur bewegt“ – unter diesem Motto lud die Sportregion Heide am Samstag zu einem Aktionstag auf dem Heidschnuckenweg ein. An insgesamt 16 Standorten entlang des 223 Kilometer langen Wanderweges wartete der Zusammenschluss der Sportbünde Celle, Heidekreis und Harburg-Land mit zahlreichen kreativen Bewegungsangeboten auf. Im Landkreis Celle beteiligten sich die lokalen Vereine in Scheuen, Hermannsburg und Müden an der Aktion.

Mit einem Stand voller neuartiger Trainingsgeräte hat sich Oelkers an diesem Tag am Heidesee eingefunden, um den MTV Müden beim Aktionstag „Natur bewegt“ zu unterstützen. Interessierten Besuchern zeigt er zwei Trainingsstöcke mit eingebauter Federung – die sogenannten „BungyPumps“ sollen beim Laufen eine noch höhere Wirkung erzielen als normale Nordic-Walking-Stöcke. „Bei uns habe ich sowas noch nie gesehen“, sagt Rosemarie Eichhoff ein wenig skeptisch. Die Ausflüglerin aus Hildesheim lässt sich dann aber doch überreden, die „BungyPumps“ zu testen. „Ein ungewohntes Gefühl“, meint sie hinterher und lacht. „Aber ich glaube nicht, dass das was für mich wäre.“

„Wir beteiligen uns an dieser Aktion, um den Heidschnuckenweg und natürlich auch unseren Verein ein wenig bekannter zu machen“, erzählt Bärbel Scheder vom MTV Müden. „Unser Ziel ist es, vor allem junge Leute wieder an die frische Luft zu bekommen“, fügt Vereinskollege Ulrich Helms hinzu. Helms ist begeisterter Geocacher und bietet deswegen am Aktionstag „Geocaching rund um den Müdener Heidesee“ an. In kleinen Gruppen können die Teilnehmer mit Smartphone oder GPS auf Entdeckungsreise gehen, Hinweise sammeln und Rätsel lösen, um die richtige Route herauszufinden. „Wenn sie das Wort 'Wandern' hören, verziehen Jugendliche oft das Gesicht“, sagt Helms schmunzelnd. „Mit Geocaching lernt man die Gegend auf andere Art kennen.“

Dass sich Wanderern auf dem Heidschnuckenweg, der in Hamburg-Fischbek beginnt und am Celler Schloss endet, ein einmaliges Naturerlebnis bietet, können Gäste des Aktionstages in Hermannsburg erfahren. Am Parkplatz Misselhorner Heide hat der TuS Hermannsburg Station bezogen – hier starten an diesem Samstag geführte Touren durch die immer noch farbenprächtig blühende Heide. Wanderführer Hans-Peter Stüber will gerade mit der Familien-Tour aufbrechen, auf der es unterwegs auch Bewegungsangebote für die Kleinen geben wird. „Werfen Sie mal einen Blick auf die Karte“, fordert er die Gruppe auf. „Alles, was Sie hier grün als Wald eingezeichnet sehen, war früher mal Heide.“ Doreen Holz, die mit Mann und zwei Töchtern in den Startlöchern steht, freut sich schon auf die Wanderung. „Ich habe in der Zeitung von dem Aktionstag gelesen“, sagt die Cellerin. „Ich dachte, das wäre eine gute Möglichkeit, mal wieder mit der Familie in die Heide zu gehen.“

Auf dem Segelflugplatz in Scheuen schließlich konnten Besucher ein Segelflugzeug besteigen und den Heidschnuckenweg einmal aus der Vogelperspektive betrachten.

Von Christina Matthies