Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Hermannsburg erhöht Steuern um zehn Prozent
Celler Land Südheide Hermannsburg erhöht Steuern um zehn Prozent
17:25 04.11.2010
Hermannsburg

Auf Mehrbelastungen von rund zehn Prozent müssen sich Grundstücksbesitzer in Hermannsburg ab 2011 einstellen. Einstimmig empfahlen SPD und CDU zusammen mit dem Haushaltsentwurf im Finanzausschuss eine Anhebung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer um 40 Punkte. Dazu werden Verwaltungsgebühren um 15 Prozent und die Hundesteuer zum Beispiel für den ersten Hund von 36 auf 42 Euro angehoben.

Die Liste der Projekte, die die Gemeinde Hermannsburg in den kommenden Jahren vorhat ist lang. „Straßenreparaturen, die Umsetzung des neuen Konzeptes für den Ortskern und eine Krippe. Gleichzeitig wollen wir Leistungen wie das Hallenbad erhalten und eine Ganztagsschule anbieten“, sagte Bürgermeister Axel Flader. Um diese Dinge finanzieren zu können, muss aus Sicht der Gemeinde eine angemessene Einnahmesituation vorliegen, denn an der Ausgabenseite können wir nicht mehr viel machen, außer man gehe an die freiwilligen Leistungen wie das Bad.

„Wir unterstützen diese Anhebungen, weil sie angemessen sind, möchten aber, dass die Gebühren für Bücherei und Badbesuch im Gegenzug nicht angehoben werden“, sagt Andreas Koch (CDU). Dem pflichtet auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Huchler bei: „Wie sollten die Dinge, die wir uns leisten, auch bezahlen könne“. Zudem so ergänzte Bürgermeister Flader, mache die Erhöhung für Grundstücksbesitzer wie ihn mit einem Areal von 700 Quadratmetern 2,83 Euro im Monat und damit nur einen aus seiner Sicht geringen Betrag aus.

Die FDP sprach sich gegen die Erhöhung der Grundsteuern aus. Man solle lieber besser haushalten, forderte der Fraktionsvorsitzende Edmund Riggers. Mit der Gewerbesteuer hatte auch er kein Problem, da es dabei lediglich zu einer Verschiebung, nicht aber zu einer Mehrbelastung der Betriebe komme.

Zahlen: Haushalten muss die Gemeinde aber auch mit der Steuererhöhung. Die Gemeinde rechnet durch die Anhebung laut Kämmerer Rainer Kirchhoff mit rund 270000 Euro Mehreinnahmen. Das senkt den Fehlbedarf zwar ab, wird ihn aber nicht auflösen. Die Planzahlen sehen immer noch eine Lücke zwischen Erträgen und Aufwendungen von 1,08 Millionen Euro vor.

Investitionen: Wichtige Ausgabeposten werden 2011 eine Kapitalrücklage für die neuen Wirtschaftsbetriebe von 299800 Euro, für die Entwicklung des Ortskernes 540000 Euro und für Buswartehäuschen rund 100000 Euro erfordern. Für die Entwicklung des Ortskernes geht die Gemeinde von Zuschüssen von 360000 Euro aus, was die Belastungen senkt, bei den Bushäuschen gibt es aus Regionalisierungsmitteln 87500 Euro.

Von Tore Harmening