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Südheide Hermannsburg will Jugendarbeit neu regeln
Celler Land Südheide Hermannsburg will Jugendarbeit neu regeln
18:03 06.02.2014
bei schönen Wetter gab es auch auf dem Hof des Fiesta viele Attraktionen zu bewundern wie diese Mädchen-Turnerinnen Quelle: Udo Genth
Hermannsburg

Der Zusammenschluss von Unterlüß und Hermannsburg zur neuen Gemeinde Südheide prägt immer mehr das politische Handeln in den beiden Gemeinden. So wird es jetzt wohl zu einer gemeinsamen Neuordnung der Jugendarbeit führen und in der kommenden Ratssitzung wird Hermannsburg die Gewerbesteuern erhöhen.

Die Jugendpflege kann jetzt neu strukturiert werden, weil die Hermannsburger Jugendpflegerin Birgit Lipownik im März aufhört. Sie will sich beruflich neu orientieren. Gleichzeitig hat sich die Freizeitgestaltung der Jugendlichen in dem Heideort in den vergangenen Jahren gewandelt. Durch die Ganztagsschulen verzeichnet das Jugendzentrum Fiesta immer weniger Nachfrage unter der Woche. „Es ist unbestreitbar, dass es stark nachgelassen hat. Wir müssen uns deshalb der Nachfrage anpassen”, sagte Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader.

Das soll in Zusammenarbeit mit Unterlüß geschehen. Gespräche auf der Verwaltungsebene laufen in dieser Woche, um eine Vorlage für die Politik zu erarbeiten. In Unterlüß läuft der dortige Jugendtreff auch unter der Woche noch gut. Aus Sicht von Bürgermeister Kurt Wilks hat die Gemeinde auch noch etwas andere Voraussetzungen. „Wir haben zum Beispiel derzeit noch keine Ganztagsgrundschule”, so Wilks. Er lobte zudem die Arbeit von Jugendpfleger Andrej Wilms. Er sei mit ein Grund, warum das Angebot gut angenommen werde.

Eine Überlegung ist bei der Neuausrichtung, ob die zukünftige Gemeinde Südheide noch zwei und nicht vielleicht nur einen Jugendpfleger braucht. „Herr Wilms ist ja auch im Jugendcafé nicht ständig vor Ort, wenn zum Beispiel Jugendliche mit entsprechender Ausbildung den Betrieb leiten”, sagt Wilks.

In Hermannsburg laufen die Überlegungen unter anderem in die Richtung, das Zentrum am Wochenende zu öffnen und stärker projektbezogen zu arbeiten. „Das Fiesta steht aber nicht zur Disposition”, betonte Bürgermeister Flader.

Im Hermannsburger Rat, der am kommenden Dienstag, 11. Februar, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses stattfindet, müssen die Politiker eine weitere Weiche auf dem Weg zur Fusion stellen. So sieht der Entschuldungshilfevertrag mit dem Land eine Erhöhung der Gewerbesteuer auf 390 Punkte vor. Unterlüß hat diese Erhöhung bereits zum Anfang des Jahres beschlossen. Die Zustimmung des Rates in Hermannsburg darf als sicher gelten, denn sonst würde die Gemeinde vertragsbrüchig.

Tore Harmening

Von Tore Harmening