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Südheide Hermannsburger "Abinauten" gehen mit Yodas Weisheiten ins neue Leben
Celler Land Südheide Hermannsburger "Abinauten" gehen mit Yodas Weisheiten ins neue Leben
18:03 17.06.2016
Die Jahrgangsbesten Lina Famke Tewes (links) und Annegret Kohrs (rechts) freuen sich gemeinsam mit Schulleiterin Mette-Bonde Schmid-Hennies über ihre sehr guten Leistungen im Abitur. Quelle: Alexander Hänjes
Hermannsburg

Besonders stolz war Schulleiterin Mette-Bonde Schmid-Hennies darauf, "dass die Idee mit den Starterpaketen von Ihnen stammt". Die Schüler hatten sich dafür eingesetzt, dass Flüchtlinge Schulmaterial zur Verfügung gestellt bekamen. So soll die Arbeit in den Integrationsklassen besser funktionieren. "Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung", sagte Schmid-Hennies.

Gut kam die Rede von Katrin Stolze an, die für einige Lacher sorgte. "Sie haben hier auch das Lernen gelernt - manche erst auf den letzten Drücker", sagte die Lehrerin mit einem Augenzwinkern. Die Pädagogin benutzte viele Metaphern, die zum Motto "Abinauten - Jetzt greifen wir nach den Sternen" passten. Sie schloss mit den Worten von Meister Yoda aus Star Wars: "Viel zu lernen Du noch hast." Außerdem empfahl sie den jungen Erwachsenen, genau zu prüfen, welchen Job sie später ergreifen. "Mit dem werden Sie bis zu ihrer Rente mit 70 oder 80 plus leben müssen", so Stolze.

Neben den Lehrern und Schülern sprach auch noch eine Vertreterin der "Goldenen Abiturienten", die vor 50 Jahren in Hermannsburg ihr Abitur absolviert hatten. Barbara von Ende erinnerte sich an ihre damalige Schulzeit und die Bücher, die sie zur Hochschulreife geschenkt bekommen hatte. Auch die Vertreterin des Schulelternrates und zwei Vertreter des Schülerrates kamen zu Wort. Elias Baruth und Bjarne Rudolf bedankten sich in einem sehr emotionalen Beitrag für die schöne Zeit mit dem Abiturjahrgang und dafür, "dass der Rest der Schule heute frei bekommen hat".

Nachdem die Zeugnisse verteilt waren, wurden die Besten geehrt und mit Geschenken bedacht. Insgesamt schafften 20 Schüler einen Schnitt von 2,0 und besser. Die beiden Überflieger waren Lina Famke Tewes (Notenschnitt 1,1) und Annegret Kohrs (Notenschnitt 1,2). Und dann war es endgültig vorbei. Der letzte Schultermin im Leben der Abiturienten ging nach zweieinhalb Stunden zu Ende, das Blasorchester unter Leitung von Ina Lange spielte "Time to Say Goodbye" und bei einigen Absolventinnen flossen die Tränen über die frisch geschminkten Wangen. Doch wenn die Hermannsburger genauso mutig ins Arbeitsleben gehen, wie sie in ihrer Abirede waren, dann brauchen sie nicht zu weinen, sondern können wirklich "nach den Sternen greifen".

Von Alexander Hänjes