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Südheide Hermannsburger Firmen wollen Kräfte bündeln
Celler Land Südheide Hermannsburger Firmen wollen Kräfte bündeln
17:47 22.01.2017
Hermannsburg

Der Name „NeuHaus“ kommt nicht von ungefähr. In dem Fachwerkhaus, das die Firma Ende letzten Jahres bezogen hat, wirkte einst Dr. Neuhaus, eine bekannte praktische Ärztin. „Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs in Hamburg ausgebombt und kam dann nach Hermannsburg“, weiß Berufskollege Dr. Harten Voss, der Dr. Neuhaus in den Siebziger Jahren noch erlebt hat. „Sie hat sich sehr für ihre Patienten eingesetzt“, so Voss, und habe sich, so die Firmengründer, durch ihr ganzheitliches Wirken und ihre fortschrittliche und innovative Behandlungsweise ausgezeichnet. Fortschrittlich und innovativ, das wollen die Gründer der Firma NeuHaus auch sein, so dass sie sich gern den Namen der Ärztin gegeben haben. Der Name passt auch deshalb perfekt, weil das Haus innen und außen von Grund auf saniert wurde und damit wie neu ist, und weil die Firmen, die es gemeinsam nutzen, alle etwas mit Haus und Wohnen zu tun haben: Schulz Sanitär und Heizungstechnik, Tischlerei Wolff, Gärtner Behn, Dein Zuhause, Schmidt Bedachungen und Henri Kienker, Techniker für erneuerbare Energien.

Mit dem Zusammenschluss sollen Kräfte gebündelt werden, und das Haus soll vor allem als gemeinsames Bildungszentrum dienen. Hier soll es Fortbildungen für Mitarbeiter und Auszubildende geben, die allen beteiligten Unternehmen nutzen, wie EDV-Schulungen oder Telefontrainings. Auch Präsentationen der eigenen Arbeit können hier gemacht werden. Angedacht sind zudem öffentliche Vorträge, zum Beispiel zu Energiekonzepten, Hausbau oder Badgestaltung. Zwei Unternehmen, Henri Kienker und „Dein Zuhause“, haben ihre Büros hierher verlegt. Profitieren sollen auch am Ort lebende Flüchtlinge. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, Praktika in verschiedenen Unternehmen von NeuHaus zu machen, um sich beruflich zu orientieren.

An Ideen mangelt es nicht. „Alles ist offen, und wir können uns in viele Richtungen entwickeln“, so Siegfried Schulz. Offen ist man auch in einem anderen Sinne. Henri Kienker: „Jeder ist hier herzlich willkommen, kann hereinspazieren und bekommt einen Kaffee.“ (sri)

Von Sonja Richter