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Südheide Hermannsburger Kinder feiern Internationalen Tag des Waldkindergartens
Celler Land Südheide Hermannsburger Kinder feiern Internationalen Tag des Waldkindergartens
16:34 03.05.2018
Quelle: David Borghoff
Hermannsburg

Greta ist gespannt wie ein Flitzebogen. „Kann ich schonmal den Klotz ziehen?“, fragt sie und sieht Erzieherin Katrin Buhle bittend an. „Später“, vertröstet Buhle die Sechsjährige, „erst müssen auch die anderen Kinder da sein.“

Die Hermannsburger „Rumpelstilzchen“ feiern an diesem Vormittag den „Internationalen Tag des Waldkindergartens“ – mit einem Bewegungsparcours durch den Wald, für den ausschließlich Natursportgeräte genutzt werden sollen. „Wir müssen hochspringen und an einer Glocke ziehen“, verrät Jonna (6), die Erzieherin Elisabeth Mentz am Tag zuvor noch geholfen hat, die insgesamt sechs Stationen aufzubauen. „Und ich mach' den ganzen Parcours heute drei Mal“, verkündet der fünfjährige Fietje, „muss man gar nicht, aber ich will.“

Andreas Niesel von der Waldkindergarten-Arbeitsgemeinschaft Niedersachsen-Süd hat den weltweiten Aktionstag initiiert, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Anlässlich eines ganz besonderen runden Geburtstages – denn vor 25 Jahren öffnete in Flensburg der erste anerkannte deutsche Waldkindergarten seine Pforten. „Waldkindergärten in insgesamt 26 Länder feiern heute mit“, erzählt Buhle, die die Hermannsburger „Rumpelstilzchen“ leitet. „Da fällt mir ein, ich muss mir noch den Wecker stellen. Um Punkt zehn Uhr soll nämlich jeder Kindergarten das Lied 'Ich bin ein Waldkind' singen, damit alle Waldkinder auf der Welt aneinander denken und sich miteinander verbunden fühlen.“

Das Besondere am Konzept der Waldkindergärten? Die Kinder verbringen hier jeden Tag mehrere Stunden in der freien Natur – es gibt kein vorgefertigtes Spielzeug, stattdessen beschäftigen sich die Kleinen einfach mit dem, was sie im Wald vorfinden. So können sie ganz selbstverständlich ihre motorischen Fähigkeiten entwickeln und lernen schon früh, Eigeninitiative zu zeigen. Auch Jonna gefällt es bei den „Rumpelstilzchen“ ziemlich gut: „Weil man hier ganz viel draußen spielen kann“, sagt sie.

Gerade müht sich die Sechsjährige mit dem Holzklotz ab, den es mit einem Seil ein Stück den Hang hinauf zu befördern gilt. „Gut, Jonna, gleich geschafft“, feuert Mentz sie an, „nur noch ein kleines Stück.“ Greta dagegen schwingt sich gekonnt mit dem Seil von einem Baumstumpf herunter. „Das war toll“, sagt sie hinterher und saust sofort weiter.

Um den „Internationalen Tag des Waldkindergartens“ gebührend zu feiern, haben die Hermannsburger an diesem Vormittag auch den Regelkindergarten „Regenbogen“ aus Oldendorf eingeladen – und die insgesamt 40 Kinder haben bei der gemeinsamen Bewältigung des Bewegungsparcours rund um die Waldjugendhütte am Alten Reitplatz sichtlich ihren Spaß. „Zum Schluss gibt’s das Mini-Sportabzeichen für alle“, verrät Buhle noch, bevor es weiter durch den Wald geht.

Von Christina Matthies

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