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Südheide Hermannsburger Missionsfest ist Besuchermagnet
Celler Land Südheide Hermannsburger Missionsfest ist Besuchermagnet
14:18 18.06.2017
Hermannsburg

Die Predigt im Willkommensgottesdienst hielt Dr. Karl-Hinrich Manzke, Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. In seinem Open-Air-Gottesdienst wurden auch rund 50 junge Frauen und Männer in Freiwilligendienste entsandt, die sie für sechs beziehungsweise zwölf Monate in Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen zum Beispiel in Asien, Afrika und Lateinamerika führen.

Charlotte von Butler ist eine von ihnen, sie geht für sechs Monate nach Indien: "Mir ist der kulturelle Austausch wichtig, und ich denke, dass ich mit den Erfahrungen, die ich dort machen werde, auch hier bei uns das Bewusstsein für fremde Kulturen wecken kann."

Moritz Marpe hat seinen Freiwilligendienst bereits in den Jahren 2015/2016 in Paraguay in einem Tageszentrum für Kinder geleistet und absolviert derzeit ein Praktikum im ELM, bei dem er die Süd-Nord-Freiwilligen des gleichnamigen Freiwilligendienstes betreut. Heute trägt er aber noch mal das Erkennungszeichen derjenigen, die noch entsandt werden: ein dunkelrotes Shirt mit Emblem. "Es ist schön, dass heute so viele Nord-Süd- und Süd-Nord-Freiwillige zusammengekommen sind und wir uns hier austauschen können."

Im Anschluss an den Gottesdienst erwartete die Gäste ein buntes Programm, das für die Kleinen mit einem Kindergottesdienst mit Musikpastor Matthias George begann und mit tollen Spiel- und Bastelangeboten weiterging, während die Erwachsenen im "Weltdorf" Themen-Zelte aus Indien, Russland und Südafrika besuchten, internationale Spezialitäten probierten und vom frühen Nachmittag an in Gesprächsgruppen darüber diskutierten, was beispielsweise das Missionsfestthema sowohl in der internationalen Freiwilligenarbeit als auch für Geflüchtete, die jetzt bei uns leben, oder für die Studenten der FIT bedeutet.

Dorothea Müller, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Organisation in der FIT, kennt die Vorzüge des Hermannsburger Standorts: "An unserer Schule gibt es 100 Studierende aus 30 Nationen. Sie entscheiden sich für Hermannsburg, weil hier das Interkulturelle gelebt und nicht nur theoretisch vermittelt wird."

Ein Bibelworkshop, eine Gesprächsgruppe und eine Schreibwerkstatt rundeten das Angebot für Erwachsene ab. Und zum Abschluss spielten nochmal die vereinten Posaunenchöre der Hermannsburger Kirchengemeinden.

Von Kirsten Glatzer