Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Hermannsburger Schüler entdecken das Grüne
Celler Land Südheide Hermannsburger Schüler entdecken das Grüne
17:35 29.08.2017
Wilfried Brandes erzählt den Schülern des Christian-Gymnasiums etwas über den Friedhof der Kirchengemeinde Neuenhäusen. Quelle: David Borghoff
Hermannsburg

Neben vielen Baumreihen und der roten Backsteinkirche gibt es hier einen merkwürdigen schiefen Plattenweg zu erkunden. Aber den Schülern ist schnell klar, das es eigentlich Gräber sind. Viele der Platten sind durch Wind und Wetter schon lange verwittert, aber die uralte Grabstätten darunter sind noch immer intakt.

Da kommt schnell die Frage auf, ob es überhaupt erlaubt ist, auf diesen Platten zu stehen. Aber Friedhofsführer Willfried Brandes beschwichtigt: "Das machen die Menschen schon seit dem Mittelalter so. Da braucht man keine Bedenken zu haben." Trotzdem bekommt man ein mulmiges Gefühl, auch dem Zehntklässler Christoph Pohl geht das so: „Auf den Grüften herumzulaufen, ist schon merkwürdig, aber irgendwie auch interessant, das habe ich so noch nie gesehen.“

Das ist auch kein Wunder, denn der Neuenhäuser Friedhof ist kein klassischer Friedhof. Auf den ersten Blick könnte man ihn auch mit einem Park verwechseln. Mit seinen gewundenen Wegen und dem vielen Grün hat er eine ganz eigene Wirkung. "Gerade jetzt im Spätsommer, wenn nachmittags das Sonnenlicht durch die Bäume fällt, ist dieser Ort etwas ganz besonders", schwärmt Brandes.

Aber der Neuenhäuser Friedhof ist nicht der einzige schöne Platz in der Region. Den ganzen Tag schon haben die Schüler außergewöhnliche Garten- und Parkanlagen besichtigt. Los ging es auf dem Gut Oppershausen. Hier haben die Schüler mit neuester Messtechnik den Garten vermessen und waren erstaunt, welche Dimensionen so eine Anlage haben kann. Auch das Kloster Wienhausen war Teil der Exkursion. Es wurden sogar Abschnitte des Gartens besichtigt, die sonst nicht für die die Öffentlichkeit gedacht sind. Auch Kirschen – frisch von den Bäumen des Klostergartens – wurden gekostet. In Celle ging es anschließend zum Französischer Garten. „Diese Führung war besonders toll, hier hat man den Garten von einer ganz anderen Seite kennengelernt“, meinte Schüler Henry Schildknecht.

In den Gärten ging es aber nicht nur um Entstehungsgeschichte und Gartengestaltung. Die Jugendlichen sollten vor allem ihre eigenen Eindrücke in Fotos oder kurzen Videos festhalten. Das sorgte bei den Schülern für Begeisterung, so auch bei Eric Pollmann: "Für mich war es am spannendsten, die Atmosphäre der verschiedenen Orte festhalten zu können, die vielen Pflanzen und Denkmäler, das war schon beeindruckend.“ Da ist es auch für junge Menschen fesselnd zu beobachten, wie sich die Natur ihren Weg bahnt.

Von Lisa Felgendreff