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Südheide Hermannsburger und Unterlüßer von Modelleisenbahn fasziniert
Celler Land Südheide Hermannsburger und Unterlüßer von Modelleisenbahn fasziniert
17:30 06.01.2017
Von Christopher Menge
Stimmt jedes Detail? Albrecht Oehmichen (links) und Georg Stumm begutachten die Modul-Modellbahnanlage. Sie wollen die Szenen so nachstellen, dass sie aussehen „wie im richtigen Leben“. Die Idee für die Ausstellung von Treckeroldies kam Oehmichen bei der Oldtimerausstellung im Örtzepark. Quelle: Christopher Menge / Albrecht Oehmichen (2)
Hermannsburg

Sein Hobby teilt er unter anderem mit Albrecht Oehmichen aus Hermannsburg. Die Patienten des Zahnarztes kennen seine Liebe für die kleinen Modelleisenbahnen. Schließlich hängt an der Wand in seiner Praxis eine Vitrine mit kleinen Zügen – die auch ein Stück auf den Schienen fahren können. „Für die Kinder war das immer klasse, nach der Behandlung den Zug fahren zu lassen“, erzählt Oehmichen.

Die Vitrine ist allerdings nur ein ganz kleiner Teil der Sammlung des 65-Jährigen. Im Keller seines Hauses hat er seine Anlage aufgebaut. Die 74 Lokomotiven, die er besitzt, kann er dort, vorbei an der Hasenschule und der Ausstellung von Treckeroldies, zum Bahnhof fahren lassen. Zwischen 100 und 1000 Euro kostet eine Lokomotive der Baugröße H0. „Ein günstiges Hobby ist es nicht“, sagt Oehmichen, „aber jede Leidenschaft kostet Geld.“

In erster Linie ist es aber vor allem ein anspruchsvolles Hobby, denn Modelleisenbahner lieben das Detail. „Die Idee für die Ausstellung von Treckeroldies kam mir bei der Oldtimerausstellung im Örtzepark“, erzählt Oehmichen. Das Landschaftsmodul ist austauschbar. Die Treckeroldieausstellung kann gegen einen Zirkus getauscht werden.

Der Hermannsburger, der schon als Kind eine Modellbahn hatte, hat sich vor zwölf Jahren nämlich für eine Modulbau-Modellbahn entschieden. „Bei einer Ausstellung in Bremen habe ich gesehen, was Module sind“, erzählt Oehmichen, „eine solche Anlage hat mehrere Vorteile. Man braucht zu Hause nicht viel Platz, die Anlage ist transportabel und vor allem ist keine Anlage wie die andere – jede ist ein Unikat.“ Das Schönste sei es, Szenen so nachzustellen, dass sie aussehen „wie im richtigen Leben“.

Oehmichen organisierte im vergangenen Jahr die erste Ausstellung der Modul-Modellbahner-Vereinigung (MMV) Bremen-Nord in Hermannsburg und präsentierte dort auch Module aus seiner Anlage. Rund 250 Meter Gleise wies die Anlage in der Oberschule Hermannsburg auf. Auf den Modulen der Baugröße H0 wurde Betrieb gemacht. Vom 10. bis 12. Februar lädt die MMV nun zu einer neuen Ausstellung in Bremen ein.

Im Gegensatz zu Oehmichen, dessen Züge im Maßstab 1:87 unterwegs sind, hat Stumm eine Anlage der Nenngröße N mit einem Maßstab 1:160 in seinem Keller stehen. Er tauscht sich einmal pro Monat beim Stammtisch für Modellbahner in Unterlüß mit anderen Modellbahn-Begeisterten aus. Die Faszination „Eisenbahn“ hat schließlich nicht nur ihn gepackt.