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Südheide In Pfarrhaus in Hermannsburg soll Kita errichtet werden
Celler Land Südheide In Pfarrhaus in Hermannsburg soll Kita errichtet werden
18:02 27.11.2017
Von Christopher Menge
In diesem >Alten Pfarrhaus< hat noch Pstor Ludwig Harms gewirkt. Quelle: Udo Genth
Hermannsburg

"Das ist eine sehr interessante Alternative", sagt Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Südheide. "Wir würden die Gebäude von der Kirche mieten oder pachten." Aus Sicht der Verwaltung hat der Standort den Vorteil, dass er zentral gelegen ist. Nachteil könnte sein, dass die Zuwegung im Kurvenbereich der Landesstraße liegt.

Bereits vor einigen Jahren hatte es Überlegung gegeben, eine Kita im Pfarrhaus und dem Plathnerhaus unterzubringen, um die alten Häuser in der Hermannsburger Ortsmitte zu erhalten. Den Zuschlag bekam aber damals der Standort am Feldweg. Zuletzt hatte die Gemeinde die Räumlichkeiten an der Billingstraße gemietet, um dort Flüchtlinge unterzubringen; sie wurden dann aber doch nicht benötigt.

"Sobald es einen Beschluss gibt, werden wir die Kosten ermitteln", sagt der Vorsitzende des Kirchenvorstandes der St.-Peter-Paul-Kirche, Stephan Haase. Die Gemeinde wolle in ein fertiges Gebäude einziehen. Da die Kirche den Umbau aber nicht finanzieren könne, müsste ein Modell beispielsweise über Kapitaleinlagen geschaffen werden. "Im Seniorenbereich gibt es so etwas ähnliches schon, bei einer Kita ist es aber etwas ganz Neues, daher kann man auch nicht sagen, ob es ein Erfolg wird", sagt Haase. "Aber es ist eine gute Idee. Wir wollen etwas Tolles für den Ort entwickeln." Der Standort biete unter anderem ein großes Freigelände.

"Wir haben einen besonderen Bedarf an Kita-Plätzen westlich der Örtze festgestellt", sagt Flader. So überrascht es nicht, dass auch der Alternativvorschlag in diesem Bereich liegt. Sollte es keine Einigung zwischen Kirche und Gemeinde geben beziehungsweise das Angebot nicht wirtschaftlich für die Gemeinde sein, soll am Fasanenweg in Baven eine neue Kita gebaut werden. "Durch den Beschluss soll der Kirche die Möglichkeit gegeben werden, ein konkretes Angebot zu erarbeiten", sagt Flader. "Anfang 2018 können sie dann sagen ,klappt' oder ,klappt nicht'", so der Verwaltungschef.

Zeit geht dadurch nicht verloren, denn das Grundstück am Fasanenweg gehört ohnehin der Gemeinde. Es bietet genügend Platz für eine Kita, allerdings müsste der Bebauungsplan geändert werden, wenn zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen in dem neuen Gebäude untergebracht werden sollen. Ein Nachteil ist außerdem, dass die Anfahrt durch ein enges Wohngebiet führt.

Im Hermannsburger Rathaus wurde außerdem noch ein dritter Standort geprüft, mit dem sich der Ausschuss beschäftigt. Am Hasenberg könnte auf der ehemaligen Tennisanlage eine Kita gebaut werden. Das Grundstück gehört der Gemeinde, die Baufläche ist sehr großzügig und getrennte An- und Abfahrten sind möglich. Gegen den Standort spricht allerdings, dass die Kosten für den Neubau höher sein dürften. Schließlich müssten Altgebäude und der Baumbestand beseitigt werden. Die neue Kita soll 2020 eröffnen.