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Südheide „In Totholz ist Leben“
Celler Land Südheide „In Totholz ist Leben“
17:30 12.03.2012
Maik Kr¸ger, Mario Riggert und AndrÈ Maximilian Strube (von links) montierten gemeinsam mit ihren Klassenkameraden die einzelnen Rahmen f¸r das Insektenhotel. - Quelle: Lothar H. Bluhm
Unterlüß

UNTERLÜSS. Direkt zwischen dem Schulgebäude und der neuen Lüßwaldhalle steht das stabile Fachwerkgestell. Hier hinein wurden Rahmen eingearbeitet, in denen insgesamt neun verschiedene Nist-Angebote für Insekten vorhanden sind: Stroh und Heu, senkrecht angebohrte Ahornhölzer, Baumwurzel und –stämme unterschiedlicher Dicke, Rindenmulch und Zapfen, Schilf und Bambus, Lehmhöhlen und Ziegelsteine und Glasröhrchen.

Gerade die Glasröhrchen, die hinter kleinen verschließbaren Türen eingearbeitet sind, ermöglichen anschaulichen Biologieunterricht ohne die Lebewesen zu stören, freut sich Biologielehrerin Meike Steinecke. Insgesamt lobt sie die Möglichkeit des handlungsorientierten Arbeitens für ihre Schüler während des Projektes. „Die fühlen sich jetzt auch dafür verantwortlich.“

Nun hoffen Jaqueline, Mario, Denice, Lea, Maik, André Maxilimilian und die anderen Beteiligten darauf, dass demnächst „Pensionsgäste“ einziehen werden. Im Biologieunterricht haben die Schüler das Thema wirbellose Tiere behandelt und auf Anregung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) das Insektenhotel realisiert. Gemeinsam mit der Unterlüßer NABU-Vorsitzenden Karin Seider und dem NABU-Kreisvorsitzenden Gerhard Seider gaben sie dem Insektenhotel nun den letzten Schliff und Hammerschlag, bevor der Schlüssel zu dem Beobachtungskasten mit den Glasröhrchen übergeben wurde.

„In Totholz ist Leben“, ist Gerhard Seider sicher, dass das Insektenhotel angenommen werden wird, wenn das Umfeld stimmt. Deshalb wird überlegt, in der Nähe eine Wildblumenwiese anzulegen.

Die Kosten wurden vom NABU Unterlüß, von der Naturschutzstiftung Celle und der Zimmerei Lohse aus Unterlüß getragen.

Von Lothar H. Bluhm