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Südheide „Insel in der Südheide“
Celler Land Südheide „Insel in der Südheide“
07:54 26.09.2018
Feierlich graduiert: die Absolventen im Auditorium der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg. Quelle: Anke Schlicht
Hermannsburg

„Die eigene Realität ist nicht die einzige Perspektive, es gibt so viele andere“, sagt Nils Singer einen wichtigen Satz bei der feierlichen Graduierung am Samstagnachmittag im Auditorium der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg. Als Bachelor für Missionswissenschaft und Diakonie darf er sich nach drei Jahren Studium auf der „Insel in der Südheide“, wie er den einzigen Fachhochschulstandort im Landkreis Celle nennt, bezeichnen. Singer ist Deutscher und gehört damit einer Minderheit von drei Personen an, die übrigen neun Absolventen stammen aus China, Togo, Finnland, Ägypten, Nigeria, Ghana und Indonesien. Drei haben sogar vier Jahre Studium auf dem Dorf hinter sich und den Titel Bachelor Interkulturelle Theologie, Migration und Gemeindeleitung erworben.

„In jeder Kultur schwingt mit, wie man mit Religion umgeht, in Afrika wird das Christentum anders gelebt als in Asien und Europa“, erläutert Erna Zonne-Gätjens den Begriff Interkulturelle Theologie. Die Professorin moderiert die Feier zweisprachig. Neben dem Bürgermeister der Gemeinde Südheide Axel Flader begrüßt sie so hochkarätige Gäste wie den Landesbischof Karl-Hinrich Manzke und den Direktor des evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen Michael Thiel.

Die Erläuterung der Moderation wird im Vorfeld der Urkundenverleihung bereits bildlich unterlegt und erfahrbar. Der Abendmahls-Gottesdienst in der zum Campus gehörenden Kapelle wird durchgehend auf Englisch gestaltet, die Gemeinde ist international und es werden vom bekannten Ablauf abweichende Akzente gesetzt. Ihm wohnt allein durch die musikalische Begleitung mit Piano, Percussion und Gitarre eine sehr fröhliche Grundstimmung inne, alle Teilnehmer klatschen und wiegen sich zur Musik beim Hinausgehen. Und mit genau dieser Bewegungsabfolge halten im Anschluss die zehn Graduierungs-Kandidaten Einzug in das Auditorium, allen voran, ebenfalls tanzenden Schrittes, der Rektor der Akademie Frieder Ludwig.

„Ihr tragt Eure Hüte mit Würde“, heißt es in einer der zahlreichen Ansprachen. „Und mit Erleichterung“, könnte man hinzufügen. Harte Jahre des Lernens liegen hinter den frisch gebackenen Akademikern, sie haben sich ihnen gerne gewidmet, allerdings waren für alle die intensiven Begegnungen während des Studiums wichtiger als alles andere. Die Gruppe ist zu einer echten Gemeinschaft geworden, hier spielt der kleine überschaubare Studienort eine große Rolle. Nun schwärmen die Graduierten aus in die Welt, um ihren Platz für die berufliche Zukunft zu finden. Sie werden Teil dessen sein, was sich global abzeichnet. „Das Christentum wird immer bunter“, sagt die theologische Referentin für Studienangelegenheiten, Ulrike Schröder. Hermannsburg trägt mit seiner Fachhochschule dazu bei.

Von Anke Schlicht

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