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Südheide Interessantes über den Wald bei Unterlüß
Celler Land Südheide Interessantes über den Wald bei Unterlüß
17:01 06.07.2014
Kinder und Erwachsene stehen ein wenig verloren neben den großen Maschinen, die heute die - schwere Waldarbeit erledigen. Quelle: Udo Genth
Siedenholz

Idyllisch gelegen im Lüßwald südwestlich von Unterlüß befindet sich das Waldpädagogikzentrum Ostheide der Niedersächsischen Landesforsten Haus Siedenholz. Um diese etwas sperrige Bezeichnung mit Leben zu füllen, vor allen Dingen aber den umgebenden Forst besser in den Blickpunkt zu rücken, wurde dort am Sonnabend ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet. Er kam sehr gut an.

Das Programm wurde für alle Altersgruppen ausgearbeitet, vielleicht aber ein wenig mehr auf Kinder zugeschnitten. Sie konnten Trittsiegel – also die Pfotenabdrücke von Wildtieren – auf Jutesäcke drucken, Stockbrot braten, mit Pfeil und Bogen schießen oder im Niederseilgarten ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. An Erwachsene richtete sich mehr der Vortrag von Arne Riedel über die Rückkehr des Wolfes in die Lüneburger Heide. Der Wolfsbeauftragte der Landesforsten stellte zu Beginn fest, er spreche über „eine gespaltene Angelegenheit“. Nicht alle würden das Zurückkommen der Wölfe begrüßen, aber: „Sie kommen“.

Sichtlich beeindruckt sahen anschließend junge und ältere Besucher, wie heutzutage voluminöse Waldmaschinen die früher schwere Arbeit im Forst erledigen. Ebenfalls auf die ganze Familie zugeschnitten war ein Wettbewerb, in dem man an zwölf Stationen Interessantes über den Wald und seine Bewohner erfahren konnte.

Als um 17 Uhr die Veranstaltung zu Ende gegangen war, war Claudia Quant nicht so ganz mit der Resonanz zufrieden. Die Leiterin des Hauses Siedenholz hatte sich mehr Besucher erhofft, freute sich jedoch über viele positive Reaktionen. Generell stimmte Quant aber dem Urteil des Leiters des Forstamtes Unterlüß, Hans-Martin Hauskeller, zu. Er bewertete die Veranstaltung als „erfolgreich“. Weitere Tage der offenen Tür am Haus Siedenholz werden deshalb in den nächsten Jahren folgen.

Von Udo Genth