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Südheide Kirche will Pfarrhaus verkaufen
Celler Land Südheide Kirche will Pfarrhaus verkaufen
18:06 19.08.2010
Das ev. Gemeindehaus (links) und das Plathner-Haus bilden ein markantes Ensemble Quelle: Udo Genth
Hermannsburg

Sieben Zimmer, 209 Quadratmeter Wohnfläche, Verhandlungspreis 135000 Euro. So steht das alte Pfarrhaus der Hermannsburger St.-Peter-Paul-Gemeinde in der Beschreibung der Expertise der Winterhoff GmbH. Der Immobilienmakler bietet das Gebäude an der Junkernstraße aus dem Jahr 1967 zum Verkauf an. Die Veräußerung ist Teil einer größeren Umstrukturierung bei der Gemeinde.

„Wir wollen unseren Gebäudebestand sanieren und teilweise auch reduzieren“, sagt Kirchenvorstandsmitglied Artur Behr. So wäre bei dem Pfarrhaus eine Grundsanierung nötig. Doch dafür fehlt der Gemeinde das Geld. Auch an dem Gebäude an der Hacciusstraße, in dem der Kindergarten Pusteblume untergebracht ist, hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen. Zudem kann dort keine Krippe angebaut werden, weil die Fläche zu klein ist. „Wir suchen deshalb einen neuen Standort“, sagt Behr.

Klar ist dabei lediglich, dass die Hacciusstraße und das alte Pfarrhaus ausscheiden. Wohin aber der Kindergarten ziehen wird, ist völlig offen. Die Kirchengemeinde und die Verwaltung in Hermannsburg stehen im intensiven Dialog heißt es von beiden Seiten. Eine mögliche Variante könnte das Areal des Friedrich-Plathner-Hauses sein. Theoretisch wäre ein Umbau oder Neubau möglich. Doch laut Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader gibt es derzeit noch keine Festlegung und ergebnisoffenen Gespräche. „Ich gehe davon aus, dass wir weiter mit der Kirchengemeinde zusammenarbeiten. Wir suchen derzeit die wirtschaftlichste und zugleich beste Lösung für die Kinder“, sagt Flader. Bis 2013 hofft er, eine Lösung zu haben, die allerdings unter Finanzierungsvorbehalt steht.

Keine zusätzlichen Krippenplätze geplant: Die Gemeinde Hermannsburg geht davon aus, dass sie über die bisher geplanten 30 Plätze für Kinder unter drei Jahren keine weiteren benötigt. „Wir haben ja zusätzlich gute Angebote in der Tagespflege“, sagt Flader.

Von Tore Harmening