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Südheide „Kleine“ Werke werden zum großen Erlebnis
Celler Land Südheide „Kleine“ Werke werden zum großen Erlebnis
12:18 14.03.2017
An Abwechslung mangelte es nicht beim Konzert des A-cappella-Chors Hermannsburg in der Großen Kreuzkirche. Quelle: Alex Sorokin
Hermannsburg

Darunter europäische Volkslieder wie „Der Abend senkt sich leise“ und „Innsbruck, ich muss dich lassen“, Kunstlieder von Dvorák („Liebeslied im Garten“) und Mendelssohn („Wißt ihr, wo ich gerne weil’ in der Abendkühle?“) sowie Moritaten und Balladen wie die von den nimmersatten Mönchen im Kloster Grabow („Sie hätten sich sollen begnügen“) – an Abwechslung mangelte es nicht.

Unter der engagierten Leitung von Heidrun Kruse, die auch charmant moderierend durch das Programm führte, wussten die zwölf Sänger die klangliche Schönheit der Polyphonie zwischen sphärischem Schweben und temperamentvollem Funkeln ungemein facettenreich zum Ausdruck zu bringen. Fest verankert im ästhetisch Schönen und dennoch ausdrucksstark und zupackend kamen die Lieder daher. Auch ihr fein dosierter und treffsicherer Umgang mit der Dynamik ließ buchstäblich aufhorchen. Sie beschränkten sich auf den machbaren Druck, übertrieben zu keinem Zeitpunkt Effekte und Dynamik und schufen so eine Atmosphäre berührender Klänge, strömender Emotionen und beschwingter Vitalität. Und dazu diese scheinbare Leichtigkeit, mit der sie wie selbstverständlich die Freude und Begeisterung für die Musik auf das Publikum zu übertragen verstanden. Ein wahres Wellness-Konzert.

Von Rolf-Dieter Diehl