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Südheide Könige für kurze Zeit
Celler Land Südheide Könige für kurze Zeit
17:37 16.06.2017
Schulleiterin Mette-Bonde Schmid-Hennies freut sich mit den Jahrgangsbesten Ole Christ (links, Schnitt: 1,0) und Tim Rambousky (Schnitt: 1,1) über die bestandenen Prüfungen. Quelle: Michael Ottinger
Hermannsburg

Das Abimotto leite sich aus dem bekannten Zitat „Hakuna Matata“ ab, erklärte Martina Wittenburg, Vertreterin des Schulelternrats, bei der feierlichen Zeugnisübergabe. Das Zitat aus dem Film „König der Löwen“ ist Swahili und bedeutet in etwa so viel wie „Keine Sorgen“ oder „auf Neudeutsch: chill mal“, erklärte Wittenburg. Und „chillen“ hatten sich die Abiturienten verdient. Lägen doch viele anstrengende Tage des Lernens hinter ihnen. Deshalb: „Lasst euch feiern“, riet Wittenburg. Denn die Regentschaft der neuen Könige sei begrenzt und schon bald warte das echte Leben auf die Abiturienten.

Doch jetzt sei erst einmal Zeit zu feiern. Dafür waren viele Familien und Angehörige in die Aula des Christian-Gymnasiums gekommen. Auch einige „goldene“ und „silberne“ Abiturienten, die ihr Abitur bereits vor Jahrzehnten geschafft hatten, haben es sich nicht nehmen lassen, bei der Zeugnisübergabe des 68. Abiturjahrgangs in Hermannsburg dabei zu sein.

Schulleiterin Mette-Bonde Schmid-Hennies hatte in diesem Jahr etwas weniger zu tun als beim letzten Mal, als sie noch über 90 Schülern ihre Reifezeugnisse überreichte. Dennoch ist der Trend, immer mehr Kinder zum Gymnasium zu schicken, auch in Hermannsburg erkennbar. So sei die Schülerzahl am Christian-Gymnasium auf über 1000 gestiegen.

Der Notendurchschnitt hatte sich hingegen kaum verändert und lag bei 2,5. Dabei haben in diesem Jahr 16 Schüler eine besonders gute Leistung erbracht und einen Abiturschnitt von 2,0 oder besser erreicht. Zu ihnen gehören Ole Christ und Tim Rambousky die mit 1,0 und 1,1 die beiden besten Abiturienten des Jahrgangs sind.

Was nach dem Fest für sie und die anderen folge, könne niemand genau wissen. Und so fragte Jahrgangsvertreter Daniel Evans in seiner Rede: „Und jetzt? Das fragen sich hier so ziemlich alle.“ Eine passende Antwort darauf lieferte Oberstudienrat Dirk Gerlach-Strzelski: „Bisher habt ihr vom Vorbild anderer profitiert. Jetzt seid auch ihr gefordert, ihr werdet selbst zu Vorbildern. Ihr setzt Werte und Maßstäbe, an denen andere sich orientieren.“ Außerdem ginge es jetzt darum, Mut zu beweisen. Nicht nur persönlichen Mut: In Zeiten von Terrorismus, Trump, alternativer Fakten und eines unerträglichen Populismus sei es auch nötig, Zivilcourage zu zeigen, um einen friedfertigen und solidarischen Umgang in der Gesellschaft zu gewährleisten. Somit warten große Herausforderungen auf die neuen Könige, dafür wünschte Gerlach-Strzelski ihnen viel Glück, alles Gute und: „Hakuna Matata.“