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Südheide Lange Nacht der Kirchen in Hermannsburg bringt Gemeinden näher zusammen
Celler Land Südheide Lange Nacht der Kirchen in Hermannsburg bringt Gemeinden näher zusammen
17:44 24.09.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Audrey-Lynn Struck
Hermannsburg

Die Besucher können den ausgeschilderten Fahrradwegen folgen oder den Bus-Shuttle nehmen. „Sie ziehen durch das ganze Dorf. So entsteht hier richtig Bewegung“, freut sich Mit-Organisator Thorsten Misfeldt. In der St.-Peter-und-Paul-Kirche gibt es im Vergleich zu den anderen Stationen zwei Besonder-heiten. Zum einen steht Banner mit den 31 Pastoren, die seit der Reformation in der Kirche waren, vor dem Altar. Zum anderen gibt es zu jeder vollen Stunde ein wechselndes Programm.

Um 21 Uhr haben die Konfirmanden mit musikalischer Begleitung der Band ihren Auftritt. Sie führen ein kurzes Theaterstück über das Leben des Martin Luther auf – und das in Jugendsprache. Der 13-Jährige Eric Schindelmeister zählt auch zu den Konfirmanden. Er ist das erste Mal bei der „Langen Nacht der Kirchen“ dabei. „Hier ist es echt schön. Vor meinem Auftritt war ich ein wenig aufgeregt, aber das ist ja immer so, wenn man vor Menschen steht“, sagt Schindelmeister.

Die 43-Jährige Mirijam Kaupat war auch zum ersten Mal bei der langen Nacht der Kirchen. Sie startete bei der „St. Peter und Paul Kirche“ und möchte nun mit ihrer Tochter in die „Kleine Kreuzgemeinde“ weiter ziehen, um sich eine Lichtshow unterlegt mit dem Song aus Madagascar „I like to move it, move it“ anzusehen. Der Hermannsburgerin gefalle vor allem die lockere Stimmung. Einige Besucher würden sogar mit einem Weinglas in die Kirche gehen. „Es ist toll, dass die Kinder diese ganz andere Form des Kirchenbesuches miterleben“, sagt Kaupat.

In der „Auferstehungskirche“ spielt der katholische Pfarrer Günther Birken Martin Luther nach, der sich mit vier katholisch gläubigen Frauen über die Bedeutung von Maria und den Glauben an sich austauscht. Anschließend können die Besucher ihre eigenen Thesen an eine Holztür nageln. Für de Hermannsburgerin Regina Dittmann war das katholische Theaterstück ein echtes Highlight. „Es ist faszinierend die einzelnen Gemeinden in ihrer Vielfalt zu sehen“, so die 68-Jährige. Alle Gemeinden hätten eine große Lebendigkeit und böten viele originelle Ideen. Dittmann sagt: „Mit dem Tag der Kirchen wachsen alle Gemeinden trotz ihrer Unterschiede immer weiter zusammen.“ (als)