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Südheide Missionsfest im Zeichen des Gesangs
Celler Land Südheide Missionsfest im Zeichen des Gesangs
19:12 26.06.2011
Von Christoph Zimmer
Missionsfestgemeinde 2011 Quelle: Christoph Zimmer
Hermannsburg

Nach ihrem ersten Auftritt auf der Bühne an diesem sonnigen Sonnabendnachmittag haben Daniel Pheelwane und Debrah Kgoathe schon dem nächsten entgegengefiebert - bei Brot und Wasser im Schatten einer der großen Eichen im Hermannsburger Missionspark. "Musik bringt verschiedene Menschen mit verschiedenen Meinungen zusammen", sagen die beiden Sänger des Akasia Lutheran Choir aus Südafrika, "die Gegensätze verschwinden, die Kommunikation wird einfacher." Dann müssen sie wieder los, ein letzter Bissen, ein letzter Schluck - der nächste Auftritt steht an. Mit afrikanischem Folk, traditioneller südafrikanischer Musik und Gospel haben die 50 Sänger aus Pretoria das Missionsfest des Evangelisch-Lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen an diesem Wochenende musikalisch gestaltet.

Vor und nach den Auftritten des Chors hatten die Besucher des Missionsfestes die Möglichkeit, in vielen verschiedenen Gruppen mit den südafrikanischen Gästen zu singen. "Es ist wichtig, dass man seine Gefühle ansprechen und ausdrücken kann", sagt Martina Helmer Pham-Xuan, die Missionsdirektorin, "in Liedern geht das wunderbar. Das wollen wir deutlich machen."

In Gesprächsgruppen wurde die Arbeit des Missionswerkes in den einzelnen Ländern vorgestellt. "Vor allem in der medizinischen Begleitung der Partnerkirchen gibt es Bedarf", sagte Helmer Pham-Xuan, da die Familien großen Veränderungen gegenüberstehen und die Kinder anfällig für Krankheiten seien. Das gelte besonders für die afrikanischen Länder.

Lars Dedekind aus Braunschweig hat als Pastor und Lehrer in Indien gearbeitet. Ehefrau Ulrike versucht sich an dem lateinamerikanischen Stand im Missionspark mit den beiden Kindern Till und Mara in einem Geschicklichkeitsspiel, das minka heißt, eine peruanische Bezeichnung für eine Gemeinschaftsaktion, bei dem Holz gemeinsam mit Seilen aufeinander gestapelt werden muss. "Das macht Spaß. Alle müssen alle mitmachen", sagen Till und Mara, "sonst geht es nicht."

Ein gemeinsamer ökumenischer Gottesdienst in der Großen Kreuzkirche in Hermannsburg hat das Missionfest gestern morgen abgeschlossen. Mit einem Auftritt des Akasia Lutheran Choir, der das Missionsfest am Donnerstagabend eröffnet hatte.