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Südheide Missionswerk zeigt Flagge gegen Rechts
Celler Land Südheide Missionswerk zeigt Flagge gegen Rechts
19:04 24.06.2012
Von Simon Ziegler
Missionsfest Hermannsburg Quelle: Simon Ziegler
Hermannsburg

Er berichtet, welche Rolle neue Medien wie Skype, Facebook oder Twitter auf dem afrikanischen Kontinent spielen. Für das ein oder andere - ältere - Mitglied im Arbeitskreis völliges Neuland. "Wir wollen Mut machen, diese Medien auszuprobieren", sagt Dirk Freudenthal-Edelburg von der Pressestelle des Missionswerks, der den Workshop "Begegnung im digitalen Netzwerk: Partnerschaft á la Skype" am Sonnabend anbot.

Im Mittelpunkt des dreitägigen Festes auf dem Gelände des Evangelisch-lutherischen Missionswerkes (ELM), zu dem allein am Sonnabend mehr als 500 Gäste kamen, stand das Thema "Kirchliche Partnerschaft". Internationale Partnerkirchen aus Ländern wie Äthiopien oder Malawi waren mit ihren deutschen Gruppen in Hermannsburg. "Partnerschaft ist ein wichtiges Thema. Wir leben in einer globalen Welt, in der Menschen miteinander ihre Verantwortung für die Welt wahrnehmen wollen", sagte Missionsdirektorin Martina Helmer-Pham Xuan. Der südafrikanische Bischof William R. Bowles umkreiste in seiner Rede die Kraft der Begegnung. "Ich habe rausgehört, dass wir uns nicht so sehr von Zwecken leiten lassen und stattdessen Vertrauen und Beziehungen zwischen Menschen herstellen. Es geht nicht darum, nur irgendeinen Auftrag zu erfüllen", sagte Klaus Hampe vom Missionsseminar.

Die Arbeitskreise drehten sich um Fragen wie "Partnerschaftsprojekte: Fluch oder Segen?", "Partnerschaft als Fenster zur Welt?" oder die Förderung des Nachwuchses im Rahmen des ELM-Programms "Seitenwechsel". So nahmen auch Dutzende Jugendliche an dem Missionsfest im Celler Nordkreis teil. Flagge zeigten Vertreter und Gäste des Missionswerkes beim Thema Fremdenfeindlichkeit und Neonazis. Nicht nur, dass in Hermannsburg unter dem Titel "Partnerschaft gegen Rassismus: Unser Kreuz hat keine Haken" eine Arbeitsgruppe angeboten wurde, die diskutierte, wie Kirche mit Rassismus und Rechtsextremismus in den Gemeinden umgehe. Am Sonnabend fuhren Teilnehmer zudem ins benachbarte Eschede, um sich an den Staffelgottesdiensten gegen das Nazitreffen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz zu beteiligen.