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Südheide Neue Tafeln in Vorbereitung
Celler Land Südheide Neue Tafeln in Vorbereitung
16:55 16.03.2012
Am 29. November 2008 startete die Hermannsburger Tafel. Sie wird weiterbestehen, wenn auch in ver‰nderter organisatorischer Form. Quelle: Udo Genth
Hermannsburg

"Wir haben hier jetzt 36 Prozent Rentner und eine etwa gleich große Anzahl Alleinerziehende", sagt Schmidt-Falkenberg, "dann kommen 21 Prozent Beschäftigte im Niedriglohnsektor und Arbeitslose, den Rest teilen sich Asylbewerber und Familien, die nur kurzzeitig auf Hilfe angewiesen sind". Dass der Anteil der Rentner tendenziell zunehme, bestätigt Jutta Haak. Sie leitet die Unterlüßer Außenstelle der Celler Tafel. Dort stellen jedoch die Hartz IV-Empfänger noch immer den größten Anteil. In Bergen, wo es schon seit 12 Jahren die Tafel gibt, steigt ebenfalls die Zahl der Rentner, den größten Anteil nehmen jedoch hier wie in Unterlüß die Arbeitslosen ein, berichtet Beatrix Seils, die jetzige Leiterin der Außenstelle Bergen.

Kürzlich erschraken Anne Schmidt-Falkenberg, Jutta Haak und Beatrix Seils. Die Celler Tafel teilte mit, dass sie zukünftig nicht mehr in der Lage sein wird, die Außenstellen im Nordkreis - dazu gehört noch Eschede - zu beliefern. Dem ersten Schrecken folgte der mutige Entschluss: wie machen weiter und gründen eine Hermannsburger Tafel mit den beiden Außenstellen Bergen und Unterlüß. Die drei Leiterinnen und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren sich in dieser Absicht einig. "Unser Ziel bleibt nach wie vor, diese Unterstützung der Bedürftigen zu erhalten", stellte Beatrix Seils heraus.

Die entsprechenden Anträge bis hinauf zum Bundesverband Deutsche Tafeln in Berlin sind mittlerweile gestellt. Nun heißt es, die Genehmigungen abzuwarten. Etwa Mitte April, so hofft Anne Schmidt-Falkenberg, kann es im Hermannsburger Plathner-Haus und den Außenstellen losgehen. Die organisatorische Struktur der Tafeln ist dann neu, die Aufgaben sind jedoch geblieben.

Von Udo Genth