Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Pisa-Studie: Oberschule Hermannsburg ein Jahr voraus
Celler Land Südheide Pisa-Studie: Oberschule Hermannsburg ein Jahr voraus
15:52 07.01.2014
Hohes Niveau: Elke Görlach, Evelyn Haller und Adrian Lorenz (von links) präsentieren die 130 Seiten - starke Bestätigung des guten Abschneidens ihrer Schule. Quelle: Udo Genth
Hermannsburg

PISA-Studien sind Schulleistungsuntersuchungen, die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf übernationaler Ebene durchgeführt werden. "Im Januar 2012 erhielten wir die Nachricht, dass wir für einen solchen Test ausgewählt wurden", erinnert sich die Schulleiterin. 54 Schüler der neunten Klassen sollten in den Fachbereichen Biologie, Mathematik und Physik ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Der Test selbst dauerte rund fünf Stunden und fand im großen Saal des Evangelischen Bildungszentrums Hermannsburg an Einzeltischen statt. "Es ging alles sehr korrekt zu", meint Fachkonferenzleiterin Elke Görlach. Sie stellte fest, dass die Wahl des Ortes außerhalb der Schule den Teilnehmern die Bedeutung der Überprüfung bewusster werden ließ. "Immerhin waren sie Repräsentanten der Schule", meint Evelyn Haller.

Das Ergebnis war für Teilnehmer und Schulleitung eine überaus positive Überraschung. In allen Bereichen hatten die Hermannsburger Oberschüler mit bis zu 60 Punkten deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt liegende Leistungen erzielt. "30 Punkte bedeuten rund ein Schuljahr", erläutert Fachleiter Adrian Lorenz. Im Bundesvergleich liegt die Oberschule ebenfalls im oberen Bereich. Das ist besonders bemerkenswert, weil auf Bundesebene die Ergebnisse der Gymnasien mit einbezogen werden. Daraus ist abzulesen, dass an der Oberschule Hermannsburg teilweise auf gymnasialem Niveau unterrichtet wird.

Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader äußerte sich sehr erfreut. "Ich war immer der Meinung, dass an unserer Oberschule ein hoher Qualitätsstandard vorherrscht", sagte Flader, "es ist eine große Genugtuung, dass es dafür nun quasi eine amtliche Bestätigung gibt".

Von Udo Genth