Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Wo Musik Generationen verbindet
Celler Land Südheide Wo Musik Generationen verbindet
17:31 27.12.2018
Das Besondere am Posaunenchor: Jung und Alt musizieren gemeinsam. Quelle: Posaunenchor St. Peter-Paul
Hermannsburg

Es ist das Jahr 1849. In Hermannsburg wurde damals der Posaunenchor der Peter-Paul-Kirche gegründet. Damit sollte er Geschichte schreiben, war er doch der erste seiner Art in Norddeutschland. Inzwischen kann er auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken. Ein Grund zum Feiern, denn seit seiner Gründung bereichert der Chor das Gemeindeleben und verkündet Musik zum Lob Gottes.

Hofgottesdienste und Feiern am Bach

Festliche Gottesdienste in erster Linie, aber auch besondere Events unterm freien Himmel machen den Chor zu etwas Besonderem. Dazu gehören die sogenannten Hofgottesdienste oder auch die Tauffeiern am Lutterbach und die Auftritte mit den anderen Posaunenchören aus Hermannsburg beim Weihnachtsmarkt oder dem alljährlichen Missionsfest.

Spaß haben und voneinander profitieren

Rund 30 Musiker sind es heute, die gemeinsam generationsübergreifend musizieren. „Das Bemerkenswerte: Hier musiziert der 90-Jährige mit Teenagern. Eine Besonderheit, die es in Zeiten, in denen viele Gemeinschaften über Nachwuchssorgen klagen, nicht allzu oft gibt“, hebt Eike Nimz, Leiter des Orchesters, hervor. „Spaß haben, voneinander profitieren, egal wie alt man ist, wird hier großgeschrieben, denn letztlich wollen alle nur eins: gemeinsam musizieren.“

Hermannsburg als "Entstehungszentrum"

Die Posaunenchorbewegung in Deutschland ist in der Mitte des 19. Jahrhundert entstanden. Wie den Ausführungen von Reinhard Lassek in seinem Buch „Wir sind das Blech“ zu entnehmen ist, gab es zwei „Entstehungszentren“ dieser Bewegung, eines in Jöllenbeck in Westfalen und das andere in Niedersachsen, nämlich in Hermannsburg.

Bewegung ist schon 170 Jahre alt

Dort wurde 1949 von Theodor Harms (Bruder des Missionsgründers Louis Harms) der erste Posaunenverein Norddeutschlands gegründet. Dieser Verein war zunächst noch ein Verein der sogenannten Missionszöglinge beziehungsweise des Jünglingsvereins (heute CVJM) und nicht an die Kirchengemeinde in Hermannsburg angeschlossen. Dies ergab sich erst später. In Hermannsburg kam dann noch die sogenannte kirchliche Separation dazu, bei der sich die Peter-Paul-Gemeinde spaltete und zwei neue Kirchengemeinden, die Große und die Kleine Kreuzkirche, entstanden, so dass es fortan Bläser in den unterschiedlichen Kirchengemeinden gab. Das Gründungsdatum des Posaunenchores der Peter-Paul-Kirche wurde auf 1893 festgestellt. Die Posaunenchorbewegung in Hermannsburg ist schon fast 170 Jahre alt, jedoch gibt es in diesem Jahr „erst“ das 125. Jubiläum des Posaunenchors der Peter-Paul-Gemeinde zu feiern.

Der langen Tradition verpflichtet

„Musikalisch fühlt man sich der langen Tradition verpflichtet und verknüpft diese gekonnt mit der heutigen Zeit. Bekannte Choräle und Sätze von Bach stehen ebenso auf dem Programm wie Stücke zeitgenössischer Komponisten und Film- oder Popmusik“, so die Einladung von Nimz an alle, die sich dem Posaunenchor gerne anschließen wollen. Geprobt wird immer mittwochs um 19.30 Uhr im großen Saal des Gemeindezentrums. Die Nachwuchsbläser kommen ebenfalls mittwochs um 18.45 Uhr im Gemeindezentrum zusammen. Wer bereits ein Blechblasinstrument spielt, ist jederzeit willkommen, sich dem Posaunenchor anzuschließen.

Von Birgit Stephani

Kleinformatige Fotos von Wulf Voss werden im Hermannsburger „La Taverna“ ausgestellt.

19.12.2018

Die Deutsche Glasfaser wird in Hermannsburg und Baven ein Glasfaser-Netz bauen. Das gab das Unternehmen bekannt. Auch die SVO wirbt weiter um Kunden.

Christopher Menge 12.12.2018

35.000 Euro erhält die Gemeinde Südheide, damit Interessierte im Treppenspeicher Filme über die Vogelwelt sehen können. Schon bald ist es soweit.

Christopher Menge 12.12.2018