Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Südheide Rahmenplan für Hermannsburg steht bereit
Celler Land Südheide Rahmenplan für Hermannsburg steht bereit
17:52 12.02.2010
Themenplanung und Axel Flader, Katharina Ebeling und Heinecke von GfL präsentieren das neue Stadtentwicklungskonzept Quelle: nicht zugewiesen
Hermannsburg

10 bis 15 Jahre Laufzeit, Kosten von 2,5 Millionen Euro. Das wären grob umrissen die Eckpunkte, wenn das neue Stadtentwicklungskonzept der Gemeinde Hermannsburg eins zu eins umgesetzt würde.

Doch das ist wohl eher unwahrscheinlich. Denn erstens ist keines der Projekte schon beschlossene Sache, wie die Verantwortlichen bei der Vorstellung diese Woche betonten; und zweitens „weiß niemand, was in zehn Jahren passieren wird. Daher glauben nicht einmal wir, dass das Konzept so umgesetzt werden wird, wie es heute vorgestellt wir“, sagte Horst Heinicke von der Beratungsfirma GfL, die das Konzept mit erarbeitet hatte.

Dennoch wird es wichtig werden, weil es als Leitfaden für die Politik dient. In vier Bereiche sind die Entwicklungsräume in Hermannsburg aufgeteilt. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

●Rathaus/Marktplatz: Der Bereich soll einen Platzcharakter bekommen. Durch das Konzept „Shared Space“ (englisch: gemeinsam genutzter Raum) wird ein neues Verkehrskonzept geschaffen, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind.

●Ortsmitte: Hier geht es besonders um das Gelände, auf dem Völker´s Hotel gestanden hat. Es soll möglichst neue Bebauung entstehen, die näher an die Billingstraße rückt. Zwischen Markt und Billingstraße soll ein Weg über Brases Wiese als Verbindung geschaffen werden.

Örtzepark: Die Fläche soll aufgewertet werden. Denkbar sind nach Vorstellung der Planer unter anderem Spielplatz sowie Lehr- und Erlebnispfad. Der Teil westlich der Örtze soll aufgewertet werden und durch eine Brücke könnte eine Verbindung geschaffen werden.

Bildungs- und Kulturmeile: Dieser Teil umfasst die Harmsstraße und den Lutterweg. Denkbar ist hier langfristig die Umgestaltung des Auteriver Platzes.

Konzept als Förderantrag: Um diese Projekte umsetzen zu können, wird die Gemeinde Hermannsburg Zuschüsse einwerben müssen. Deshalb heißt der Rahmenplan auch Stadtentwicklungskonzept. „Damit kann die Gemeinde losgehen und sich auf bestimmte Fördertöpfe bewerben“, sagte Heinecke.

Flader mit weiterem Projekt: Die Besucher waren offenbar zufrieden, denn viele Nachfragen gab es bei dieser dritten Veranstaltung zum Ortskonzept nicht. Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader zeigte sich zufrieden über die gute Zusammenarbeit im Ort bei der Erstellung des Konzeptes und kündigte gleich das nächste Projekt an. „ Ich möchte mit den Bürgern über die Vermarktung des Ortes sprechen. Wir wollen darüber diskutieren, was Hermannsburg ausmacht“, sagte Flader. Bei dieser Frage sollen auch wieder möglichst viele mitdiskutieren.

Von Tore Harmening