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Südheide Rat Unterlüß positioniert sich gegen rechte Gewalt
Celler Land Südheide Rat Unterlüß positioniert sich gegen rechte Gewalt
17:39 21.12.2011
Unterlüß

UNTERLÜSS. Dies besagt die Resolution gegen rechte Gewalt, die der Rat am Montagabend in seiner Sitzung einstimmig verabschiedete. Darin drückt der Rat Entsetzen und Betroffenheit über die Brandanschläge in Unterlüß und Faßberg aus.

Aufgefordert sind auch Vereine und Verbände, Unternehmen, Initiativen und Kirchen, sich der Resolution anzuschließen. So soll in Unterlüß gegen rechtes Gedankengut Stellung bezogen werden. Der Text der Resolution fordert dazu auf, sich gegen rassistische und diskriminierende Äußerungen zu wehren und bei Straftaten unverzüglich die Polizei zu rufen. Und: "Treten Sie aktiv gegen Ausgrenzung und für ein friedliches Zusammenleben ein."

Der Originaltext stammt aus der Gemeinde Nümbrecht im Oberbergischen Kreis, Hans-Karl Haak (SPD) hatte ihn vorgestellt und die Zustimmung des Rates beantragt: "Das gab es schon mal, heute ist es uns wieder ein Anliegen."

"Die CDU steht dahinter", sagte Heinfried Meyer, denn: "Die Gewalt an Menschen hat eine neue Dimension erreicht. Wer sich engagiert muss um Leib und Leben fürchten." Er sprach sich zudem für ein Verbot der NPD aus: "Wer Rechtsextreme für eine Randgruppe hält und die NPD für eine demokratische Partei, wurde von den Anschlägen erneut eines Besseren belehrt."

Auch Bürgermeister Kurt Wilks schloss sich der Resolution an: "Der Rechtsextremismus ist unter uns. Wir müssen jetzt deutlich machen, dass Zivilcourage gezeigt werden muss. Nicht wegschauen", forderte er. Er pochte dabei auf die Friedlichkeit der Gegenwehr: "Nicht zum Knüppel greifen, sondern melden!"

Von Isabell Prophet