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Südheide Rheinmetall AG schafft es knapp in die Gewinnzone
Celler Land Südheide Rheinmetall AG schafft es knapp in die Gewinnzone
17:32 17.02.2010
Puma von Rheinmetall Quelle: nicht zugewiesen
Unterlüß

UNTERLÜSS. Die Rheinmetall AG hat gestern in Düsseldorf ihre vorläufigen Wirtschaftszahlen für das abgelaufene Jahr präsentiert. Besonders die Defence-Sparte erweist sich dabei im Krisenjahr als der Garant für ein positives Unternehmensergebnis. Der Bereich Militärtechnik hat sein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Angaben von Rheinmetall auf 215 Millionen Euro gesteigert. Im Jahr 2008 wurden 194 Millionen Euro erzielt.

Der Auftragseingang im wehrtechnischen Geschäft erreichte - vor allem getrieben durch die Auftragsvergabe für den neuen Schützenpanzer Puma - mit 3,15 Milliarden Euro einen neuen Bestwert und übertraf den Vorjahreswert von 1,723 Milliarden um 83 Prozent. „Damit kletterte der Auftragsbestand der Sparte um 39 Prozent auf 4.590 Milliarden Euro“, heißt es in der Mitteilung. Wie sich die Zahlen für das Werk in Unterlüß aufschlüsseln, konnte Unternehmenssprecher Peter Rücker gestern noch nicht sagen. „Klar ist aber, dass Unterlüß von dieser positiven Entwicklung im Defence-Bereich profitiert“, so der Unternehmenssprecher. In den kommenden Monaten soll in dem Werk im Nordkreis eine neue Produktionslinie für geschützte Fahrzeugkabinen an den Start gehen. Das Unternehmen geht nach der vollständigen Inbetriebnahme im kommenden Jahr von der Schaffung neuer Arbeitsplätze aus.

Hohe Kosten für Sanierung von Automotive: Bei seinem zweiten Standbein hat Rheinmetall nach Unternehmensangaben die Sanierung vorangetrieben. Verbunden war das mit Werksschließungen und Entlassungen. Alleine dafür hat der Konzern 138 Millionen Euro benötigt. Im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres wurde wieder ein Überschuss erzielt.

Börse reagiert freundlich: Eine positive Entwicklung gab es an den Aktienmärkten angesichts der Nachrichten aus Düsseldorf. Die Aktie notierte leicht im Plus bei um die 48 Euro.

Von Tore Harmening