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Südheide Rheinmetall-Standort Unterlüß: Umsatz soll wachsen
Celler Land Südheide Rheinmetall-Standort Unterlüß: Umsatz soll wachsen
18:10 19.03.2015
Die Serienproduktion des Schützenpanzers Puma ist im Werk Unterlüß angelaufen. Quelle: nicht zugewiesen
Unterlüß

Die beiden neuen Produktionsbereiche, für die Hallen errichtet wurden, kommen nach seiner Darstellung gut voran. So ist die Serienproduktion des Schützenpanzers Puma inzwischen angelaufen. In diesem Jahr will der Konzern 25 der Fahrzeuge in Unterlüß produzieren, danach sollen es 33 im Jahr sein. Auch die Produktion im zweiten Neubau soll demnächst beginnen. „Wir sind mit dem Neubau der Halle für geschützte Fahrerkabinen, auch bedingt durch den milden Winter, sehr gut vorangekommen und voll im Plan“, sagt Krämer. Derzeit würden noch Restarbeiten an der Fassade erledigt. Inzwischen werde bereits daran gearbeitet, die Fertigungslinie aufzubauen. „Der Anlauf der Produktion ist für August 2015 vorgesehen und wird dann ab 2016 auf 250 bis 300 Kabinen hochgefahren“, sagt Krämer.

Die Umstrukturierung sowohl bei der Rheinmetall Waffe Munition als auch bei den Rheinmetall Landsystemen sind nach Darstellung des Unternehmens weitgehend abgeschlossen. Es soll aber noch weiter Personal aufgebaut werden. „Derzeit beschäftigt die RWM in Unterlüss rund 750 Mitarbeiter. Aufgrund des geplanten Umsatzwachstums wird sich diese Zahl in den kommenden Jahren auf 830 bis 840 erhöhen“, sagt Krämer. Insgesamt sind laut Sprecher Oliver Hoffmann derzeit in Unterlüß 1370 Menschen bei Rheinmetall beschäftigt, dazu kommen die externen Dienstleister, bei den Rheinmetall Landsystemen arbeiten 620 Menschen. Die Zahl soll bis Dezember dieses Jahres auf 678 Mitarbeiter wachsen.

Dringenden Bedarf hat das Unternehmen im Bereich der Ingenieure. „Viele erfahrene Ingenieure werden in den nächsten drei bis fünf Jahren altersbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden. Eine der wesentlichen Aufgaben besteht deshalb darin, qualifizierte Nachfolgeregelungen zu treffen”, sagt Krämer. Hier sei auch die Politik gefragt, um Neuentwicklungen zu unterstützen. Man sei in Gesprächen.

Ob es mit den Plänen für ein Schulungszentrum und eventuell auch einen Standort im Bereich der Kaserne Bergen-Hohne weitergeht, hänge sehr stark von der Auftragslage beziehungsweise der Frage ab, ob das Unternehmen überhaupt liefern dürfe. Der Markt ist aus Sicht des Unternehmens jedenfalls vorhanden. „Wir stellen zunehmend fest, dass unsere Kunden von uns Komplettlösungen erwarten. Neben der Lieferung von Hardware gewinnen Ausbildung, Training, Service und Verwertung mehr und mehr an Bedeutung“, sagt Krämer. Derzeit gebe es zwei Kunden aus Fernost, die auch auf dem Truppenübungsplatz üben würden.

Von Tore Harmening