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Südheide Rheinmetall investiert weiter in Unterlüß
Celler Land Südheide Rheinmetall investiert weiter in Unterlüß
21:37 02.05.2014
Unterlüß

Der Konzern will deshalb jetzt weiter im Celler Nordkreis expandieren, aber die beantragten Pläne stoßen bei den Anwohnern an der Starlohstraße auf Skepsis.

Dabei richtet sich diese nicht gegen das jetzt geplante Bauvorhaben, wie der WG-Ratsherr Carsten Rusitschka sagt. Es geht dabei um eine 5300-Quadratmeter-Halle, die direkt neben den bereits bestehenden Hallen von Rheinmetall an der Neulüßer Straße entstehen soll. Sollte die Genehmigung erteilt werden, will das Unternehmen ab Juli dort mit dem Bau beginnen. Die Investition würde sich laut Rheinmetall-Sprecher Oliver Hoffmann auf rund 15 Millionen Euro belaufen.

Dass die Gemeinde dem Unternehmen Steine in den Weg legt, ist unwahrscheinlich. „Wir sind an einer Expansion von Rheinmetall interessiert. Daher hat der Verwaltungsausschuss auch für die Pläne gestimmt”, sagt der Unterlüßer Bürgermeister Kurt Wilks.

Mit „die Pläne” ist aber noch nicht der Bauantrag gemeint, denn über den muss der Landkreis letztlich befinden.

Vielmehr hat die Politik ein Entwicklungsgebiet durchgewunken und das ist der Grund für die Sorge der Anwohner. Denn es geht direkt bis an die Grundstücke an der Starlohstraße heran. „Viele Anwohner haben die Sorge, dass demnächst dort noch mehr entsteht und finden das deshalb nur mäßig lustig”, berichtet Rusitschka.

Der Bürgermeister versucht zu beruhigen. Derzeit sei über die schon erwähnte neue Halle hinaus nichts geplant, aber wenn „man eine F-Plan-Änderung macht, die viel Geld kostet, ist es sinnvoll, gleich etwas mehr Raum einzuplanen für mögliche Entwicklungen in den kommenden Jahren.” Die jetzt voraussichtlich genehmigte Entwicklungsfläche bedeute aber nicht, dass das Unternehmen dort dann hinbauen kann, was es wolle. „Im Zuge des Bauantrages gibt es zum Beispiel die Überprüfung von Emissionen und anderen Faktoren, die dann berücksichtigt werden müssen”, so Wilks.

Wenn die neue Halle gebaut wird, soll es nach Einschätzung von Experten nicht zu weiteren Bombenfunden kommen. „Aufgrund durchgeführter Luftbildauswertungen eines externen Ingenieurbüros ergeben sich keine konkreten Verdachtspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln”, sagt Rheinmetall-Sprecher Hoffmann. Im vergangenen Jahr hatten im Zuge von Bombenräumungen Anwohner vier Mal ihre Häuser verlassen müssen. Die Blindgänger waren beim Bau der Halle gefunden worden, die derzeit für die Puma-Fertigung erstellt wird.

Tore Harmening

Von Tore Harmening