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Südheide Rheinmetall will in Standort in Unterlüß investieren
Celler Land Südheide Rheinmetall will in Standort in Unterlüß investieren
11:16 24.03.2017
Von Christopher Menge
Hohe Nachfrage: Der Schützenpanzer Puma wird in Unterlüß gefertigt. Die Arbeitsplätze an dem Standort sind nach Angaben von Rheinmetall sicher. Quelle: Philipp Schulze
Unterlüß

UNTERLÜSS. Für die insgesamt 1631 Rheinmetall-Mitarbeiter in Unterlüß – davon 49 Auszubildende – ging der Blick am Donnerstag nach Düsseldorf. Dort stellte der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger den Geschäftsbericht vor. Das Rüstungsunternehmen prognostiziert auch für dieses Jahr operatives Wachstum und Ergebnissteigerungen in den beiden Sparten Automotive und Defence. „Am Rheinmetall-Standort Unterlüß haben wir in unseren beiden Gesellschaften Rheinmetall Landsysteme und Rheinmetall Waffe Munition eine gute Auslastung und eine solide Zukunftsperspektive“, sagte Oliver Hoffmann, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Rheinmetall bietet in Unterlüß sichere Arbeitsplätze, für 2017 rechnen wir tendenziell insgesamt mit einem leichten Anwachsen.“

Denn der Konzern profitiert von der steigenden Nachfrage vor allem von der Bundeswehr. Zudem konnten laut Hoffmann „Ausrüstungslücken“, zum Beispiel im Bereich Munition, geschlossen werden. „Dies kommt insbesondere unserem Werksteil in Neulüß zugute“, so Hoffmann. „Großkalibersysteme – also Kampfpanzer und Artillerie – erleben derzeit eine Renaissance. Daher rechnen wir uns mit unseren Produkten in diesem Bereich künftig sehr gute Chancen aus.“ Wenn es um die Erweiterung der Flottenumfänge bei der Bundeswehr gehe, sei Rheinmetall beispielsweise mit Leopard, Puma und Boxer sowie durch die Kompetenz im Bau geschützter Lkw-Kabinen bestens aufgestellt. „International stoßen wir mit dem jüngst vorgestellten neuen Schützenpanzer Lynx auf großes Interesse“, ergänzte Hoffmann.

Zudem werde mit Hochdruck an Zukunftsthemen gearbeitet. Beim Hochenergielaser ist Rheinmetall jetzt so weit, ihn auch für Anwendungen auf See anbieten zu können. Zudem wird im Kaliber 130 Millimeter an einer neuen Generation einer Kampfpanzerbewaffnung gearbeitet, um auch künftigen Bedrohungslagen gerecht zu werden. Eine neue 120-Millimeter-Munition für die existierenden Leopard-Panzer sei ebenfalls in der Entwicklung.

Aufgrund der positiven Aussichten soll in den Standort in Unterlüß investiert werden. „Im Mai werden wir den Grundstein für ein neues Bürogebäude legen, in dem wir unter anderem ein Ausbildungszentrum ansiedeln werden“, sagte Hoffmann. „Ich bin mir sicher, dass diese Einrichtung insgesamt eine positive Strahlkraft für den Standort Unterlüß haben wird.“