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Südheide Ritter verlassen Hermannsburg
Celler Land Südheide Ritter verlassen Hermannsburg
17:03 07.06.2011
Das Ritterturnier wird nicht mehr in Hermannsburg stattfinden Quelle: Tore Harmening
Hermannsburg

Gut gelaufen sei das Ritterturnier, sagt Manfred Angelov, Chef des Ritterbundes Hartmann von Aue. 10000 Besucher kamen in den Örtzepark. Doch es wird wohl die Abschiedsvorstellung der Ritter in dem Heideort gewesen sein.

"Wir möchten 2012 an einen anderen Austragungsort umziehen", sagt Angelov. Der Ritterbund fühlt sich in Hermannsburg von den Verantwortlichen nicht mehr ausreichend unterstützt. Dabei geht es zum Beispiel um den Aufbau der Stechbahn, den der Handwerkerstammtisch bisher gemacht hat. Nachdem der Örtzering sich aus der Veranstaltung zurückgezogen hatte, musste der Ritterbund dafür bezahlen. Im kommenden Jahr wollen die Handwerker es gar nicht mehr machen.

Uwe de Klark , zweiter Vorsitzender des Örtzerings und Mitglied des Handwerkerstammtisches bestätigt die Ablehnung für das kommende Jahr. "Es stimmt menschlich zwischen Angelov und uns einfach nicht", sagt er zur Begründung. Einen Weggang des Ritterbundes würde er für den Ort zwar bedauern, aber "es stand schon in diesem Jahr im Raum, dass die Ritter gehen würden. Der Örtzering hat andere Projekte in der Schublade, die er dann umsetzen würde", so de Klark.

Angelov möchte das Turnier auf jeden Fall im Landkreis halten und auch 2012 wieder ausrichten. „Wir haben eine Veranstaltung etabliert, die Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet anzieht. Das wollen wir weiterführen.“

Interessenten gibt es dafür genug, auch wenn jeder betont, dass sie Hermannsburg die Veranstaltung nicht aktiv abwerben wollen. „Wir würden prüfen, ob das in unser Konzept passt, wenn der Ritterbund auf uns zukommt“, sagt zum Beispiel der Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende. Mit einer Veranstaltung wie der Wahl von Miss Barock habe man sich sehr gut positioniert, Ritter wären also durchaus eine Option. Auch der Winser Bürgermeister Dirk Oelmann kann sich so etwas auf den Allerwiesen vorstellen.

Von Tore Harmening