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Südheide Rundgang macht Unterlüßer Handlungsfelder deutlich
Celler Land Südheide Rundgang macht Unterlüßer Handlungsfelder deutlich
18:16 28.06.2016
Die Rückansicht der Gebäude in der Berliner Straße offenbart dienotwendige Umgestaltung.  Quelle: Udo Genth
Unterlüß

UNTERLÜSS. Ein Ortsrundgang führte am Nachmittag rund 80 Interessierte zu vier so genannte "Vertiefungsgebiete", die als besonders markant angesehen wurden. Der Unterlüßer Bahnhof und sein Umfeld, leer stehende Häuser in der Hubachstraße und entlang der Berliner Straße und der Forststraße sowie die "Neue Ecke" Berliner Straße 9 und 11 wurden dabei besonders unter die Lupe genommen. Die Studenten machten an Ort und Stelle Vorschläge, wie die teilweise maroden Gebäude saniert werden könnten. Vielfach sei ein Abriss die sinnvollste Lösung. Ein solcher Rückbau, wie der Fachbegriff heißt, ist unumgänglich bei den beiden Häusern der "Neuen Ecke", die in ihrem desolaten Zustand eine Gefahr darstellten. Das ungepflegte Umfeld wäre durch Gartenarbeiten und die Anlage von Spiel- und Erholungsbereiche aufzuwerten.

Nach dem Rundgang fand eine Bürgerversammlung zur Vorstellung der Lösungsmöglichkeiten statt. Dazu hatten sich rund 150 Personen, darunter viele aus anderen Ortsteilen der Gemeinde Südheide, in der Aula eingefunden. Die Studenten erläuterten ihre Überlegungen, stellten Konzepte vor und sprachen Lösungsmöglichkeiten an. Dabei schlugen sie in der Regel zwei Alternativen vor. So kann beispielsweise in der Hubachstraße ein Teil der jetzigen Mehrfamilienhäuser erhalten bleiben, nur einige müssten zur Auflockerung des Areals abgerissen werden. Es wäre ebenso denkbar, anstelle großer Wohnblocks versetzt angeordnete Reihenhäuser zu erreichten. Diese Lösung sollte junge Familien ansprechen. Eine weitere Neugestaltung beträfe speziell die Rückfronten der Häuserzeilen entlang der Berliner Straße. Mit neuen Balkonen in den Ober- und Terrassen in den unteren Geschossen werde die Wohnqualität gesteigert. Daneben könnte durch die Anlage von Gärten und Spielplätzen das Gemeinschaftsleben aktiviert werden.

Im Anschluss an die Präsentation konnten die Vorschläge anhand ausgestellter großformatiger Zeichnungen nachvollzogen werden. "Ich freue mich über die tolle Resonanz", stellte Axel Flader fest. "Es war eine sehr gute Veranstaltung mit konstruktiven Beiträgen", urteilte am Tag darauf Südheides Bauamtsleiterin Katharina Ebeling.

Von Udo Genth