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Südheide Schüler fühlen sich in Madrid wie Migranten
Celler Land Südheide Schüler fühlen sich in Madrid wie Migranten
17:54 30.11.2018
Als kulturelle Besonderheit lernten die Teilnehmer ein Trommelkisteninstrument kennen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hermannsburg

Zu einer internationalen Begegnung sind Lehrer und Schülerinnen des Hermannsburger Christian-Gymnasiums aufgebrochen. „Willkommen in Madrid“ hieß es, als sie zum dritten Treffen des Erasmus-Projektes „Welcoming Diversity at School“ nach Spanien reisten. Dort trafen sie auf ihre Partnerschulen aus Dänemark, den Niederlanden, Italien, Polen, Portugal und Spanien.

Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge schwankt

Anna Lena Bakemeier, Emi Bakemeier, Philina Gralher, Nele Stratmann und Tom Joel Thiele stellten in ihrer ersten Präsentation anhand zweier Interviews mit Geflüchteten aus Hermannsburg deren Fluchtmotive und ersten Erfahrungen in Deutschland dar. Im Ländervergleich zeigten sich in den Darstellungen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Insbesondere in Spanien stellen Flüchtlinge aus Venezuela eine große Migrantengruppe, deren Integration nicht so stark durch sprachliche Schwierigkeiten geprägt ist wie in den anderen Ländern. Auch schwankt die Zahl der aufgenommenen Geflüchteten stark.

Am Anfang orientierungslos

Ein Höhepunkt des Treffens war das Rollenspiel „Feeling like a migrant“, das von der spanischen Partnerschule anschaulich vorbereitet worden war. Lehrer und Schüler wurden in Flüchtlingsgruppen eingeteilt, die in einer großen Halle von einem Tisch/Amt zum anderen gehen mussten und so das Procedere von ankommenden Flüchtlingen erfuhren. „Orientierungslosigkeit zu Beginn, unvollständige Papiere, ablehnende Bescheide, wiederkehrende Ämterbesuche und sportliche Zusatzeinlagen ließen das Gefühl von Abhängigkeit und Ohnmacht spüren“, so Lehrer Bernd Zobel.

Durch Projekt Freundschaften aufgebaut

Alle Teilnehmer zogen ein positives Resümee dieser Projektwoche. Tom Joel Thiele betonte „die durch dieses Projekt aufgebauten Freundschaften zu tollen Leuten aus unterschiedliche Ländern.“ Anna Lena Bakemeier hob hervor, „dass Erasmus Sinn macht, weil es jungen Menschen die Chance gibt, ihren Horizont zu erweitern.“

„Wenn wir sehen, mit welcher Freude und Intensität die Schülerinnen die Woche untereinander verbrachten, ist es schade, dass nicht noch mehr Jugendliche in das Projekt einbezogen werden können“, resümierte Projektleiterin Kristin Wegener.

Schon das nächste Treffen vorbereitet

Während des Aufenthalts wurde auch das nächste Treffen in Kopenhagen im Februar 2020 vorbereitet. Dort wird das Thema „Welcoming ethic diversity at school“ im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Es wird in den kommenden Wochen in der Europa-AG vorbereitet.

Von cz

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