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Südheide Stehende Ovationen für scheidenden Museumsleiter
Celler Land Südheide Stehende Ovationen für scheidenden Museumsleiter
22:03 19.03.2017
Klaus Homann (rechts) mit Festredner Klaus Rathert. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
Unterlüß

Als Gründungsmitglied des Freundes- und Förderkreises im Jahr 1986 von der ersten Stunde an im Vorstand mit dabei, übernahm er vor 22 Jahren auch die ehrenamtliche Leitung des Museums. „Ein Glücksfall“, wie der ehemalige Oberkreisdirektor Klaus Rathert in seiner Festrede konstatierte. Homann habe das Museum in den letzten 22 Jahren „mit nie erlahmender stiller Passion“ geformt und entwickelt, „mit Herz und Verstand, mit Leib und Seele“. „Waren Sie einmal im Magazin des Museums? Sie kommen aus dem Staunen nicht heraus“, wandte er sich an die Gäste. Denn neben dem Nachlass Albert Königs, dem ursprünglichen Bestand des Museums, befinden sich dort inzwischen auch Arbeiten, mitunter sogar ganze Sammlungen von namhaften Künstlern wie Dirk Huisgen, Frido Witte, Gisela Lusser, Günther Weißflog, Fritz Mackensen und Ole West. „Die ganze Vielfältigkeit norddeutscher Malerei mit all ihren Facetten“, wie Landrat Klaus Wiswe in seinem Grußwort feststellte.

Nicht zuletzt die vorhandenen unverzichtbaren klima- und sicherheitstechnischen Bedingungen des Hauses hatten sich unter den potentiellen Leihgebern schnell herumgesprochen. Entsprechend attraktiv waren auch die Ausstellungen, die Homann in seiner Zeit nach Unterlüß holte: Von den „Alten Worpswedern“ bis zur Künstlerkolonie Ahrenshoop, von Horst Janssen über Oskar Kokoschka bis Klaus Fußmann. Und natürlich immer wieder Themenausstellungen zu Albert König aus immer wieder neuen faszinierenden Blickwinkeln. 71 Ausstellungen habe Homann in den 22 Jahren geplant, vorbereitet und präsentiert, fasste Rathert zusammen. „Welche Kenntnisse, welche Verbindungen, welch unternehmerischer Elan gehörten in all den Jahren dazu, das zu bewerkstelligen“, rief er dieses außergewöhnliche Engagement anerkennend in Erinnerung.

Er habe diese Tätigkeit „immer mit Freude ausgeübt“, sagte Homann sichtlich gerührt bei seiner Dankesrede und verwies auf die vielen Begegnungen mit Sammlern und Künstlern. Es sei „eine Bereicherung seines privaten Lebens gewesen“, und aus zahlreichen Kontakten seien Freundschaften entstanden.

Von Rolf-Dieter Diehl