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Südheide Vortragsabend in Hermannsburg beleuchtet Partnerschaft mit Südafrika
Celler Land Südheide Vortragsabend in Hermannsburg beleuchtet Partnerschaft mit Südafrika
18:21 19.10.2016
Von Christopher Menge
An Nelson Mandela erinnert noch diese Statue in Johannesburg. Viele Hoffnungen, die er geschürt hat, sind inzwischen verflogen. Aber auch in Südafrika gibt es positive Veränderungen. Ein Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Partnerschaft westlicher Kirchen und christlicher Missionen zu den Christen in Südafrika heute aussehen sollte? Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hermannsburg

Nachdem das Land durch Nelson Mandela geprägt wurde und das Land in das Licht der Weltöffentlichkeit rückte, verändert es sich wieder. Manche der damals geweckten Hoffnungen sind durch die nachfolgenden Präsidentschaften enttäuscht worden und erinnern an andere, eher rückwärtsgewandte Gesellschaftsformen. Aber es hat auch ermutigende Zeichen der Hoffnung gegeben. Dazu gehört das Ringen um ein demokratischeres Verhalten der Regierung über einen „Quasi-Einparteienstaat“ hinaus. Die Kommunalwahlen vor wenigen Wochen führen erstmals dazu, dass ein breiteres Spektrum von Parteien beteiligt wird und Koalitionen und Kompromisse nötig werden. Dazwischen gab es aber auch teils gewaltsame Proteste an fast allen Universitäten.

Aber auch die Rolle der Kirchen in dieser Gesellschaft scheint sich zu verändern. Tatsächlich ist die Zeit der klaren Fronten wie bei der Anti-Apartheid-Haltung der meisten Kirchen vorbei. Doch bei der weitergehenden international beeinflussten Öffnung der Gesellschaft stellen der Säkularismus und die Liberalisierung eine starke Herausforderung der Kirchen vor allem angesichts der traditionellen Lebensformen vieler afrikanischen Menschen dar. Wo bleibt dabei die angemessen missionarische Botschaft der Kirchen in solch einer Zeit? Und was verlangt angesichts dieser Situation die Partnerschaft westlicher Kirchen und christlichen Missionen zu den Christen in Südafrika?