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Südheide Wahl in der Gemeinde Südheide: CDU mit klarer Mehrheit
Celler Land Südheide Wahl in der Gemeinde Südheide: CDU mit klarer Mehrheit
11:11 03.11.2014
dpa Info Grafiken Quelle: Südheide Ergebnisse Prozente Torte
Hermannsburg

Hochzufrieden war gegen 22 Uhr am Sonntagabend die Gemeindeverbandsvorsitzende der CDU-Südheide, Sabine Rudnick. Ihre Partei hatte in den 13 Wahlbezirken nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 54,2 Prozent der abgegebenen Stimmen geholt und ist damit stärkste Kraft in dem neu gewählten Gemeinderat.

„Ich freue mich, dass es so gut geklappt hat. Es war eine Teamleistung und wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Rudnick. Besonders froh war sie über die Tatsache, dass fünf Unterlüßer und zehn Hermannsburger Parteimitglieder dem neuen Rat angehören. „Wir haben überall die Regel ‚ein Drittel Unterlüß, zwei Drittel Hermannsburg‘ befolgt und auch der Wähler hat das heute so entschieden. Damit ist sichergestellt, dass Unterlüß im neuen Rat nicht untergeht“, so Rudnick. Nicht so erfreut war sie über die Wahlbeteiligung. Dies könne auch daran liegen, dass die Wähler zufrieden seien mit der Arbeit oder dass es ihnen egal sei, was allerdings schade wäre, weil der Rat vieles auf den Weg bringen müsse.

SPD und Linke führen die Fusion als Erklärung an. „Ich kann mir schon vorstellen, dass einige in Unterlüß nicht zur Wahl gegangen sind, weil sie sagen: ‚Wir sind mit dem, was bei der Fusion passiert ist, nicht einverstanden und bleiben deshalb weg‘“, sagte der SPD-Vorsitzende Hans-Karl Haak. Allerdings bemerkte er auch selbstkritisch, dass der Wahlkampf der SPD teilweise etwas holprig gewesen sei. So sei zum Beispiel die Schrift auf den Plakaten zu klein gewesen. Man habe damit aber versucht, möglichst viele Inhalte transparent zu machen. Das sei beim Wähler aber offenbar nicht genug angekommen.

Carsten Rusitschka (Linke), glaubt ebenfalls, dass die niedrige Wahlbeteiligung mit der Fusion zusammenhängen könnte. „Außerdem sind Ferien und die letzte Wahl liegt erst drei Jahre zurück“, nannte er weitere Gründe. Er hofft, dass die Linke in den nächsten Jahren die Basis in der Südheide verbreitern kann.

Unzufrieden war auch Wilhelm Lange von der AfD. „Es wäre schön gewesen, zwei Ratsmitglieder zu haben. So wird die Arbeit als Einzelmitglied schwerer“, sagte Lange. Den Schwung aus den Landtagswahlen der vergangenen Monate habe man aber offenbar nicht mitnehmen können.

Den Abwärtstrend auf Bundes- und Landesebene hat die FDP Südheide gebrochen und Edmund Riggers war dementsprechend zufrieden, auch wenn er dem neuen Rat nicht angehört. „Wir haben starke Persönlichkeiten aufgeboten und ein für uns sehr gutes Ergebnis erzielt. Da wir im Team arbeiten, ist es auch nicht so entscheidend, wer letztlich im Rat sitzt“, sagte Riggers.

Einen Sitz abgeben mussten die Grünen. Das fand Uwe de Klark nicht gut, „angesichts der fehlenden Präsenz in Unterlüß hatten wir damit aber gerechnet“, sagt de Klark. Die Grünen wollen das Ergebnis jetzt analysieren, und versuchen, in Unterlüß mehr Profil zu gewinnen.

Von Tore Harmening