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Südheide Wandel im Celler Land durch drei Jahrhunderte
Celler Land Südheide Wandel im Celler Land durch drei Jahrhunderte
17:35 03.04.2016
Hermannsburg

Touristen kommen in die Heide, um hier „Natur“ zu erleben. Dass die Landschaft weitgehend vom Menschen in der Landwirtschaft gestaltet wurde, hat Artur Behr in seinem Buch nachgewiesen. Es hat den Titel „Landnutzung und Kulturlandschaft“. Der Untertitel „Wandel vom 18. ins 21. Jahrhundert“ nennt die Zeitspanne von gut 250 Jahren, in der sich eine nahezu dramatische Umgestaltung der Landschaft vollzog.

Artur Behr wurde in Hornstoff bei Lüneburg geboren und ist in einem bäuerlichen Familienbetrieb aufgewachsen. Der heute 76-Jährige studierte Mathematik und Geografie an der Universität Hamburg. Er leitete als Oberstudiendirektor von 1984 bis zu seiner Pensionierung 2004 das Hermannsburger Christian-Gymnasium. Zu Lachendorf hat Behr eine besondere Beziehung, denn hier hat er mit seiner Frau lange Zeit gelebt. So ist es kein Wunder, dass sein Buch die Gemarkung Lachendorf als Beispiel heranzieht. Behr hatte hier bereits 1966 begonnen, Daten zu sammeln. Darauf fußt sein Buch. Es ist seine Dissertation, mit der er nach erneutem Studium im Oktober 2013 von der Universität Göttingen zum Doktor rer. nat. promoviert wurde.

Das Werk zeichnet auf 445 Seiten die Umgestaltung der Landschaft um Lachendorf nach, wobei dieser Ort lediglich als Beispiel für eine historische Wandlung steht, die letztlich die gesamte Südheide erfasst hat. „Die Landwirtschaft formt die Landschaft nach ihren Möglichkeiten, letztlich nach ihren Zielen“ lässt sich aus dem Inhalt ableiten. Damit ist das Buch interessant für Heimatkundler und alle Einheimischen und Fremde, die sich für die Entstehung und Wandlung der Kulturlandschaft in der Südheide interessieren. Es ist in der Hermannsburger Missionsbuchhandlung zu erwerben. (gen)

Von Udo Genth