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Südheide Zweite Stufe des Milionenprojektes
Celler Land Südheide Zweite Stufe des Milionenprojektes
17:32 08.04.2013
Hermannsburg

Rund drei Millionen Euro kann Hermannsburg in den kommenden Jahren „verbuddeln”, wie es ein Ratsvertreter aus der Nachbarkommune Unterlüß durchaus anerkennend formulierte. Der erste Teil der „Buddelaktion”, offizielle Bezeichnung Ortskernumgestaltung über das Städtebauprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, ist jetzt abgeschlossen. In diesem Jahr folgt mit der Sanierung der Junkernstraße der nächste große Abschnitt.

Hermannsburgs Bauamtsleiterin Katharina Ebeling ist mit dem Fortgang bisher zufrieden. „Wir liegen im Zeit- und Kostenplan”, sagte Ebeling bei der Vorstellung der nächsten Schritte. Die größten Unannehmlichkeiten für die Bürger und Besucher sind geschafft. Der Rathausplatz, der Parkplatz vor Rossmann und die Straße am Markt sind fertiggestellt. Rund 1,32 Millionen Euro hat dieser erste große Abschnitt gekostet. Das ist auch in etwa die Schätzung der Verantwortlichen vor der Ausschreibung gewesen.

Die Junkernstraße wird laut Ebeling etwas günstiger als ursprünglich angenommen. So waren dort etwa 600.000 Euro geschätzt worden, die Ausschreibung hat jetzt laut der Bauamtsleiterin 555.000 Euro ergeben. „Die Neugestaltung erfolgt auf einer Länge von etwa 300 Metern. Das Konzept der Straße Am Markt wird dabei fortgesetzt”, so Ebeling. Das bedeutet, dass heiderotes Betonsteinpflaster verwendet und auch ohne Hochborde gebaut wird.

Der Kreuzungsbereich an der Georgstraße erhält laut Ebeling eine Asphaltdecke, damit die Belastungen aus Kurvenfahrten vom Busverkehr keine Schäden verursachen. Am Rand wird ein Streifen aus Kleinpflaster, eingebaut, der sowohl „eine tastbare als auch eine optische Abgrenzung zwischen Gehweg und Fahrbahn darstellt”, so die Bauamtsleiterin. Vor der Großen Kreuzkirche wird ein großformatiges Granitpflaster verwendet, das dem auf dem Rathausplatz ähnelt. So soll dort nach Vorstellung der Verantwortlichen wieder eine Platzsituation geschaffen werden, so dass der Eingangsbereich der Kirche ansprechend gestaltet ist. Der Fußgängerüberweg an der Einmündung Im Baarwinkel soll bestehen bleiben, damit eine sichere Schulwegführung für die westlichen Wohngebiete gegeben sei. "Er wird in das Gesamtkonzept integriert."

Um die Geschwindigkeit der Autos zu verringern, sollen an zwei Stellen Engstellen durch Parkplätze eingerichtet werden. Auch an den Überquerungen an der Welfenstraße sowie am Fußgängerüberweg sollen Engstellen durch Bordsteine gebaut werden. „Neben der Neugestaltung der Straße werden der Regenwasserkanal und einige Abschnitte des Schmutzwasserkanals saniert”, so Ebeling. Zudem erneuert die Celle-Uelzen Netz GmbH Teile ihres Netzes und Kabel Deutschland lässt ebenfalls die Leitung erneuern.

Um die Zugänglichkeit zu den einzelnen Geschäften zu gewährleisten, wurde der Bau in vier Abschnitte eingeteilt. Die erste Bauphase beginnt an der Ecke Welfenstraße und Heidberg und endet an der Zufahrt Junkernstraße 2. Die vorbereitenden Arbeiten beginnen am Montag, 15. April, die ersten Aufbrucharbeiten sollen am folgenden Donnerstag losgehen. Die gesamte Straße soll im November fertig sein.

Tore Harmening

Von Tore Harmening