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Südheide Zwischen Natur und Kreatur: Ausstellung im Hermannsburger "Kunst!Stück"
Celler Land Südheide Zwischen Natur und Kreatur: Ausstellung im Hermannsburger "Kunst!Stück"
18:56 27.07.2018
Quelle: Doris Hennies
Hermannsburg

Hermannsburg.

Die Bezeichnung „Künstlerin“ vermeidet Schreiber-Schönherr möglichst. „Ich bin Autodidaktin“. Diese Bescheidenheit ist echt – aber ungerechtfertigt. Ihre tönerne Vogelschar hat schon in viele Gärten und Stuben Einzug gehalten und zahlreiche Liebhaber, darunter auch etliche Sammler, gefunden. Seit sie in der Fachoberschule für Gestaltung in München in Kontakt mit Ton gekommen ist, sind rund 40 Jahre vergangen. Die hat sie zunächst wissensdurstig mit Praktika gefüllt. Später hat sie dann immer wieder bei Fachkursen von Meistern des Fachs ihr Wissen und Können erweitert und ausgebaut.

Das, was sie macht, kann sie schon exquisit: Der Umgang mit dem Material, die Brennvorgänge, das Auftragen von Glasur und Engobe-Farben … dahinter steckt eine Menge selbst gemachter Erfahrung. Die naturnahen Vogelfiguren sind ihr Markenzeichen – und das, was am meisten nachgefragt ist, wenn sie auf einer der wenigen Messen oder Märkte ausstellt, auf die sie geht. „Ich kann und will das nur in einem kleinen Rahmen.“ Von der schon routinierten Nach-Produktion weicht sie jedoch immer wieder einmal ab, versucht sich an abstrakteren Figuren, reduziert die naturalistischen Details von eingeritzten Federn und Mustern bis hin zur puren, minimalistischen Form.

Außerdem geht sie hin und wieder auch fremd. Frösche oder fantasievolle Echsen oder Chamäleons schleichen durch Gebüsch oder sonnen sich am Teichufer im Garten. An vielen Ecken stehen aufgereihte Stelen – an indianische Totems erinnernd – mit Einritzungen, Mosaikeinlagerungen, Mustern, Symbolen – und wiederum figürliche Vögel. „Die schleichen sich doch immer wieder mit ein“, meint die Keramikerin lächelnd. „Völkerkundliche Dinge haben mich schon immer sehr interessiert. Die Besuche von Ausstellungen und Museen inspirieren mich stets aufs Neue. Dann zücke ich vor Ort oft schon Papier und Bleistift und skizziere meine Ideen.“

Ausgearbeitet werden diese dann in der heimischen Werkstatt im Keller. Schreiber-Schönherr mag es geordnet: Am Vormittag ist Zeit für die Werkstatt. Der Rest des Tages gehört der Familie, dem Garten und anderen „Hobbys“. Jeden Dienstag trifft sie sich in Winsen im Webkreis, und der Mittwochnachmittag ist dem Ehrenamt im Celler Weltladen vorbehalten. Nur hin und wieder fliegt sie aus und gönnt sich eine Auszeit.

Die Sommerausstellung ist bis zum 17. August im Hermannsburger „Kunst!Stück“ zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags und freitags, 15 bis 18 Uhr; mittwochs 9.30 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie samstags, 9.30 bis 12.30 Uhr.

Von Doris Hennies

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