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Wietze Aus dem Fuhrberger Feld: Trinkwasser für drei Jahrzehnte
Celler Land Wietze Aus dem Fuhrberger Feld: Trinkwasser für drei Jahrzehnte
16:41 03.03.2017
Von Simon Ziegler
Wieckenberg

Tagtäglich sprudelt frisches Trinkwasser ganz selbstverständlich aus den Wasserhähnen. Der Prozess der Wasseraufbereitung vom Grund- zum Trinkwasser ist vielfältig. Zurzeit bereiten sich die drei Wasserversorger auf die wohl wichtigste Grundlage für die Trinkwasserversorgung vor: das Wasserrechtsverfahren.

Um Grundwasser fördern zu dürfen, benötigen die Wasserversorger eine wasserrechtliche Bewilligung. Dort sind Art und Maß der Nutzung genau festgelegt. Die Zulassung ist mit strengen Auflagen und einer Befristung verknüpft. Für die Vergabe von Wasserrechten in diesen Verfahren ist federführend die Region Hannover zuständig. Der Genehmigungsprozess beinhaltet umfangreiche Fachgutachten und wird etwa drei Jahre dauern. Er startet am 20. April 2017 mit einer Antragskonferenz, auf der alle Anforderungen an die beizubringenden Gutachten festgesetzt werden. Am Ende des Verfahrens erhalten die Wasserversorger dann voraussichtlich Ende 2020 jeweils ein Wasserrecht zur Grundwasserentnahme für 30 Jahre und haben damit die Basis für eine langfristige Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser geschaffen.

Enercity, Harzwasserwerke und Wasserverband Nordhannover erläutern dieses komplexe Verfahren in mehreren Informationsveranstaltungen für interessierte Bürger. Die Versorger haben bereits in Burgwedel und der Wedemark die Bevölkerung informiert. In dem langwierigen Prozess wird es in Zukunft noch weitere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geben, sagte Enercity-Sprecher Carlo Kallen.

Alle drei Versorger gewinnen das Wasser am Rande des Celler Landkreises. Enercity versorgt rund 700.000 Menschen in Hannover und Teilen der Region mit frischem Trinkwasser. Das Wasser wird direkt vor den Toren Celles gewonnen. Der Großteil stammt aus dem Fuhrberger Feld. Die derzeitige wasserrechtliche Bewilligung wurde 1990 erteilt, läuft 2020 aus und soll in gleicher Höhe neu beantragt werden.

Das Wasserwerk Wettmar des Wasserverbands Nordhannover und das Wasserwerk Ramlingen der Harzwasserwerke liegen beide zwischen Celle und Hannover. Von dort werden die Einwohner im Raum Burgwedel, Isernhagen sowie Burgdorf, Lehrte und Sehnde mit Trinkwasser versorgt. Der hiesige Versorger SVO gewinnt sein Wasser für die Stadt Celle in Garßen. Die Landkommunen werden mit Wasser aus dem Landkreis versorgt, dazu gibt es verschiedene Wasserstellen.