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Wietze B214-Sanierung in Wietze: Warten auf die Rechnung
Celler Land Wietze B214-Sanierung in Wietze: Warten auf die Rechnung
17:46 17.07.2014
Von Simon Ziegler
Wietze

In den Jahren 2007 und 2008 wurde in Wietze die Bundesstraße saniert. Zumindest im westlichen Teil der Gemeinde, auf die Sanierung der anderen Seite wartet Wietze immer noch vergeblich. Doch abgerechnet ist das Bauvorhaben mit den Anliegern noch nicht. Das versteht nicht jeder in Wietze. So übt Heinrich Wiebe, Seniorchef vom Bauunternehmen Wiebe, Kritik. „Es geht mir gegen den Strich, dass die öffentliche Hand jammert“, ätzt Wiebe mit Blick darauf, dass so viele Jahre nach der Sanierung die Schlussrechnung nicht vorliegt. Zwar könnte sich der Unternehmer auch darüber freuen, dass sich die Zahlung verzögert und er später zur Kasse gebeten wird, doch er sieht es anders. Wo leere Kassen sind, müsste man doch in der Verwaltung darauf pochen, schnell für Einnahmen zu sorgen, findet Wiebe.

Zur Erinnerung: Der Bund hatte in den Jahren 2007 und 2008 den ersten Bauabschnitt der Sanierung der B214 von der Shell-Tankstelle bis zur Schulstraße finanziert. Die Fahrbahn wurde erneuert, Parkplätze angelegt und Radwege gebaut. Grob gesagt gab es eine Zweiteilung. Für die Straße war der Bund mit der Verkehrsbehörde in Verden zuständig. Für Gehwege, Parkplätze und die Beleuchtung war es die Gemeinde Wietze.

Um große Beträge für die Bürger soll es gar nicht gehen. Nach Angaben der Gemeinde müssen die Anlieger in der Regel mit Beträgen zwischen 500 und 1500 Euro rechnen, manche sind aber auch mit einem fünfstelligen Betrag dabei. Vor etwa einem Jahr wurde bereits eine Abschlagsrechnung über 50 Prozent der erwarteten Kosten verschickt, sagt Wiebe, die Schlussrechnung fehle aber immer noch.

Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann erklärt die lange Dauer damit, dass Klärungsbedarf zwischen der Gemeinde Wietze und der Straßenbauverwaltung über die Kosten aufgetreten war. „Wir haben die Sanierung gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung Verden durchgeführt. Dann gab es Diskussionen, ob die Kosten, die wir in Rechnung stellen, gerechtfertigt sind“, sagt Klußmann. Zum Beispiel musste geklärt werden, ob die Hochborde zu der Straße, dem Rad- oder Gehweg oder den Parkbuchten gerechnet werden und dementsprechend mit den Anliegern abgerechnet werden oder nicht. „Kleinigkeiten“ seien dies, sagt der Wietzer Verwaltungschef. Im August gebe es ein Gespräch mit der Behörde, dann sollten die Grundlagen für die Abrechnung vorhanden sein. Nach den Sommerferien müssen die Anlieger dann wohl mit Post der Gemeinde rechnen.

Gute Nachrichten gibt es für den zweiten Bauabschnitt: Die Straßenbauverwaltung in Verden hat inzwischen den Planfeststellungsantrag beim Landkreis Celle eingereicht. Es wird also endlich konkret. Für das Verfahren rechnet die Gemeinde mit der Dauer von einem Jahr. Sollte das Bauvorhaben wie geplant genehmigt werden, könnte 2015 der zweite Abschnitt von der Schulstraße bis zum Ortsausgang Richtung Celle realisiert werden.

Nach Angaben der Landesbehörde, die im Auftrag des Bundes die Sanierung durchführt, hat der erste Bauabschnitt der B 214-Sanierung insgesamt etwa zwei Millionen Euro gekostet.