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Wietze Blutkrebs: Wietzer spendet Stammzellen
Celler Land Wietze Blutkrebs: Wietzer spendet Stammzellen
17:20 17.08.2010
Spendete Stammzellen: Volker de Rouck. Quelle: Tore Harmening
Wietze

Als die Anfrage kam, zögerte er nicht lange: Vor rund sechs Jahren hat Volker de Rouck aus Wietze sein Blut typisieren lassen – jetzt war es soweit: Ein an Leukämie erkrankter Patient war auf seine Stammzellenspende angewiesen. De Rouck gab sein Einverständnis und ließ sich in der Medizinischen Hochschule Hannover die Stammzellen entnehmen – wie es dem Empfänger geht, ist derzeit aber noch unklar. „Ich habe noch keine Nachricht bekommen“, berichtet der Wietzer. Auch bei der Deutschen Stammzellenspenderdatei in Dessau-Roßlau sind bislang noch keine Informationen über den Zustand des Patienten eingetroffen: „Die Kliniken sind nicht verpflichtet, uns Auskunft zu geben“, erläutert Sachbearbeiterin Katrin Langer.

Am 25. Juni hatte de Rouck seine Stammzellen gespendet. „Ich war vorher schon ein bisschen angespannt“, so der 48-Jährige. „Kurz vor der Spende habe ich diese vielen Apparate gesehen und wusste nicht, was mich erwartet.“ Die Spendeprozedur sei dennoch eine geringe Belastung für ihn gewesen. Daher möchte er auch weitere Menschen ermutigen, sich typisieren zu lassen, um Leukämie-Patienten zu helfen. Zweimal wurde er an eine, den Dialyse-Geräten ähnliche Maschine angeschlossen, mit der die Stammzellen aus seinem Blut herausgefiltert wurden. Sechs Millionen Zellen kamen so zusammen und wurden binnen 72 Stunden zum Empänger irgendwo in Deutschland gebracht. „Meine Familie hat mich die ganze Zeit dabei unterstützt“, erzählt der Vater von zwei Töchtern.

2004 hatte de Rouck sich im Rahmen der Hilfswelle für Dennis Bielke typisieren lassen. „Es war für einen guten Zweck, der junge Mann war schwer erkrankt.“ Der Verwaltungsangestellte ist derzeit noch unschlüssig, ob er den Empfänger nach Ablauf der Zweijahresfrist treffen möchte: „Zur Zeit kann ich mir das vorstellen“, sagt de Rouck. Vorerst wartet er auf weitere Nachrichten zum Gesundheitszustand des Patienten.

Von Christian Uthoff