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Wietze Bohrturm auf Wietzer Kreisel aufgestellt
Celler Land Wietze Bohrturm auf Wietzer Kreisel aufgestellt
10:04 28.11.2014
Von Simon Ziegler
Eine Bohrturm-Skulptur aus Stahl, flankiert von Ölarbeiter-Figuren, wurde gestern auf dem Wietzer Kreisel am Reihernweg installiert. Quelle: Anne Friesenborg
Wietze

Dass Salesch jetzt die Bedeutung von Anton Raky herausstellt, hat seinen Grund. Am Donnerstagmorgen wurde eine fünf Meter hohe und mehr als eine Tonne schwere Skulptur aus Cortenstahl mit Hilfe eines Krans auf dem Kreisel am Reihernweg platziert. Die abstrakte Form eines „Raky-Turmes" soll nun schon von weitem sichtbar auf die Wietzer Erdölhistorie aufmerksam machen.

Die Idee, den Kreisel zu gestalten, schwelte bereits seit einigen Jahren in verschiedenen Wietzer Gremien. Mit dem Ziel, die Wietzer Erdölhistorie für den Tourismus besser in Szene zu setzen, wurde im touristischen Fachbeirat unter Führung der Lüneburger Heide GmbH an einem Gestaltungsvorschlag für den Kreisel gearbeitet.

Der Kreisel an der B214 eigne sich aufgrund der starken Frequentierung als Aufstellungsort, auch wegen der direkten Nähe zur Hunäusbohrung, heißt es bei der Gemeinde. „Viele Menschen fahren täglich mit dem Auto an diesem Kreisel vorbei und wissen gar nicht, dass nur wenige Meter entfernt eine der ersten fündigen Erdölbohrungen der Welt stattgefunden hat", sagte Philip Daniel, Wirtschaftsförderer der Gemeinde.

Für die Umsetzung dieser Idee erhielt die Gemeinde Fördermittel aus dem Leader-Topf der EU. Das Projekt kostet rund 30.000 Euro. Gefördert werden 19.000 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 11.000 Euro. Der Gemeinderat hatte im Sommer grünes Licht für die Verschönerung des Kreisels gegeben.

„Ich freue mich über die Umsetzung der Idee", sagte Petra Fritz, zuständig bei der Lüneburger Heide GmbH für die touristische Vermarktung von Wietze. „Mit diesem 'Eyecatcher' werden sicherlich viele neugierig auf einen Abstecher zur Hunäusbohrung oder gar einen Besuch des Erdölmuseums."

Der zweite Teil der Umsetzung, nämlich die landschaftsgärtnerische Gestaltung des Kreisels um die jetzt aufgestellten Figuren herum, ist witterungsbedingt für das Frühjahr vorgesehen. Gräser und ein angedeuteter Ölfluss sollen dann zu einem ansprechenden Gesamteindruck des Kreisels beitragen.