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Wietze Capoeira fasziniert Kinder
Celler Land Wietze Capoeira fasziniert Kinder
14:52 03.07.2017
Der zehnjährige Zuheir übt mit Manoel da Silva die Ginga. Quelle: Stefanie Franke
Wietze

Capoeira ist nicht nur Kampfkunst, sondern auch eine Art Tanz mit kriegerischen Elementen. Schnell lernen die Kinder die Grundbewegung, auch wenn es am Anfang noch etwas ungewohnt ist, in den brasilianischen Rhythmus zu finden. Capoeira wird mindestens zu zweit gespielt. Alle Capoeiristas sind im Kreis, dem „Roda“, angeordnet. Reihum üben die Wietzer Kinder die Ginga, und die Bewegungsabläufe werden immer flüssiger. Zwischendurch wechseln sie den Partner, der stets durch ein Zusammenklatschen der Hände begrüßt wird.

Natürlich gibt es noch viel mehr Bewegungsabläufe neben der Ginga. Bei der Bewegung namens Cocorinha lernen die Kinder, einem Angriff auszuweichen. Dazu gehen sie so tief wie möglich in die Hocke und heben einen Arm schützend auf Kopfhöhe. Außerdem lernen sie einen Angriff: Meia-Lua, eine halbmondförmige Kickbewegung.

„Wichtig ist es, immer weiterzumachen, auch wenn ihr am Anfang von einer Bewegung denkt, sie sei wahnsinnig kompliziert“, gibt da Silva seinen Schülern mit auf den Weg. „Niemand muss alles können. Es gibt Bewegungen, die zu einem passen. Es gibt welche, die nicht zu einem passen. Das ist in Ordnung.“ Beim Capoeira gibt es für jeden etwas. „Wer nicht tanzen kann, macht Musik. Wer keine Musik machen kann, singt. Wer nicht singen kann, der kämpft.“ Eines nehmen die Kinder an diesem Vormittag mit: Capoeira ist Spaß und Miteinander.

Von Stefanie Franke